Rezension zu Die Dreizehnte Fee: Entzaubert von Julia Adrian

Rückblickend weiß ich gar nicht mehr, warum ich mich mit diesem Buch so schwer getan habe… Nachdem mich Julia Adrian mit „Die Dreizehnte Fee: Erwachen“ ja wirklich total begeistern konnte, lag der zweite Band der Trilogie erstmal eine ganze Weile unbeachtet hier herum, weil ich mich aus unerfindlichen Gründen nicht dazu aufraffen konnte, es zu lesen. Dabei hat sich „Die Dreizehnte Fee: Entzaubert“ von Julia Adrian, als ich es dann endlich gelesen habe, als mindestens genauso gut herausgestellt wie der erste Teil.

Im zweiten Teil geht es im Grunde genommen zurück in die Vergangenheit, denn während der Leser im ersten Teil ja doch mitten in die Handlung um die 13. Fee und den Hexenjäger hineingeworfen wurde, geht es jetzt eher darum, wie die Feen eigentlich zu diesen Wesen geworden sind, die die Menschheit in Angst und Schrecken versetzen und ihr die Hoffnung rauben. Als Leser begleitet man die 13. Fee dabei, wie sie anfängt sich zu erinnern und dabei entdeckt, welche Schuld sie einst auf sich geladen hat.

Dabei ist mir Julia Adrians Protagonistin immer sympathischer geworden. Schon im ersten Band fand ich sie – nach einer Weile – wirklich toll, aber mit „Die Dreizehnte Fee: Entzaubert“ beginnt man wirklich, mit ihr mitzufühlen, denn hier wird aus der kalten, rücksichtslosen Königin, die völlig willkürlich und unbarmherzig mit ihrer Macht gespielt hat, eine total fehlgeleitete und verletzte Fee, die von ihrer Vergangenheit gequält wird. Vieles wird durch diesen Abstecher in die Vergangenheit besser verständlich und den Figuren, allen voran natürlich den Feen, wird dadurch eine zusätzliche Tiefe verliehen, die sie nur noch faszinierender macht.

Dazu kommt erneut Julia Adrians wunderschöner Schreibstil und die Sprache, die an sich schon etwas märchenhaftes hat, was natürlich ausgesprochen gut passt, denn wie schon im ersten Band wimmelt es auch hier wieder nur so vor Verweisen auf die verschiedensten Märchen, bekannte wie unbekanntere, die die Autorin gekonnt zu einer neuen Welt für ihre Serie verwoben hat. Ich finde es ja wirklich faszinierend, wie hier so viele verschiedene Geschichten unter einen Hut gebracht worden und eine so gelungene neue Sache daraus entstanden ist.

Alles in allem konnte mich Julia Adrian mit „Die Dreizehnte Fee: Entzaubert“ erneut restlos begeistern, die Geschichte ist einfach zauberhaft, düster und magisch zugleich und das Ende hat mich nur noch neugieriger auf das Finale der Trilogie gemacht. Ein absolutes Muss für alle, die Märchen lieben und auch deren düsteren Seiten zu schätzen wissen 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: