Rezension zu Die Quellen der Malicorn von Ju Honisch

Ju Honisch - Die Quellen der MalicornLovelyBooks - In dein Regal stellenJu Honisch – Die Quellen der Malicorn
 
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Seiten: 640
ISBN: 978-3453314603
 
 
[mygenres]  
 
 
 

Die große Saga über die Magie der Einhörner

Einst waren sie ein fester Bestandteil unseres Lebens, weise, friedvoll und verehrt: Einhörner. Doch sie verschwanden und wurden zur Legende. Das dachte auch Una, bis sie eines Tages an einer Quelle in Irland einem jungen Mann begegnet, der von sich behauptet, aus einer anderen Welt zu kommen und ein Einhornprinz zu sein. Bevor Una weiß, wie ihr geschieht, zieht er sie mit in sein Reich und damit in einen gefährlichen Kampf zwischen der guten Magie der Einhörner und der ihrer dunklen Gegner.

 
 
Meinung:
 
Dieses Buch war ein irgendwie etwas durchwachsenes Leseerlebnis. Einerseits fand ich die Idee und das Grundgerüst der Geschichte eigentlich sehr gut, andererseits jedoch war die Ausführung durch die Autorin dann zeitweise doch eher mittelmäßig.

Zentrales Thema des Buch sind, wie könnte man es anders erwarten nachdem man sich das Cover angeschaut und die Inhaltsangabe durchgelesen hat, Einhörner und ihre Welt sowie deren Aufeinandertreffen mit unserer Welt. Mit Einhörnern hatte ich bislang nicht allzu viel am Hut, sieht man mal von dem einen oder anderen Fantasybuch ab, in dem sie irgendwann, irgendwo mal auftauchen.

Nun nehmen diese Pferdewesen mit dem weißen Fell und dem spitzen Horn hier aber eine zentrale Rolle ein, leben in einer ganz eigenen Welt, die parallel zu unserer existiert und nun mit dieser aneinander gerät – Kulturschock vorprogrammiert. Und genau das scheint auch erstmal das zentrale Thema des Buchs zu sein, dieses Aufeinandertreffen zweier Welten – und leider wird gerade das oft sehr erzwungen und überzeichnet dargestellt, sodass viel des eigentlich von Grund auf vorhandenen Humors dieser Szenen verloren geht.

Auch mit den Charakteren konnte ich nur begrenzt etwas anfangen. Diese entwickeln sich nur sehr langsam, haben anfangs auf mich recht konturlos und undefiniert gewirkt und brauchten verhältnismäßig lange, um wirklich Form anzunehmen. Dadurch ist es mir relativ schwer gefallen mich wirklich von Anfang an auf die Geschichte einzulassen.

Vor allem kam noch dazu, dass ich mit den denkenden und intelligenten Pferdchen eh so meine Probleme hatte – ja, wenn es um Katzenhochkulturen wie in Andrea Schachts Jägermond-Serie geht, habe ich kein Problem, aber bei Pferden? Da wollte der Funke bei mir einfach nicht überspringen und ich konnte partout nicht wirklich etwas damit anfangen.

Auch der „Bösewicht“ der Geschichte ist… Nun ja. Er ist halt böse, aber müssen deswegen die Abschnitte, die aus seiner Perspektive erzählt werden, völlig wirr und weitestgehend unsinnig sein? Um Spannung zu erzeugen ist mir ein intelligenter, durchtriebener Bösewicht, dessen Handlungen man auf gewisse Weise nachvollziehen kann, alle Mal lieber als einer, der allein aufgrund der Erzählweise irgendwie wahnsinnig wirkt.

Alles in allem klingt das mal wieder schlechter als es eigentlich war – bei mittelmäßigen Büchern fällt es mir immer verdammt schwer Rezensionen zu schreiben, die nicht völlig negativ wirken. „Die Quellen der Malicorn“ von Ju Honisch war nicht schlecht, es konnte mich aber auch nicht wirklich begeistern, was aber zu weiten Teilen auch an meiner fehlenden Begeisterung für Pferde liegen kann.
 
 


 
 
Mit herzlichem Dank an den Heyne Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Heyne
 
 
3 Sterne - Okay

 
 
Die Autorin
 
Ju Honisch wurde in Berlin geboren und studierte Anglistik und Geschichte in München. Sie hat bereits mehrere fantastische Romane veröffentlicht, für die sie bereits mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in Frankfurt.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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