Rezension zu Briefe vom Weihnachtsmann von JRR Tolkien

Für gewöhnlich schreiben Kinder ja Briefe an den Weihnachtsmann. Für die Kinder von Fantasykultautor JRR Tolkien gab es allerdings auch Antworten, denn der Autor schrieb und zeichnete für seine Kinder Briefe vom Weihnachtsmann. Diese Briefe und Illustrationen sind jetzt in der Hobbit Presse des Klett-Cotta Verlags erschienen. Und meiner Meinung nach sind sie ein absolutes Weihnachtshighlight – und eine großartige Inspiration für alle, die selbst Kinder haben, die noch an den Weihnachtsmann glauben.

Ich grüße Euch alle ganz herzlich – Chris und Michael und John, der schon ziemlich groß sein muss, denn er schreibt mir nicht mehr

Briefe vom Weihnachtsmann von JRR Tolkien, Seite 43 (1928)

„Briefe vom Weihnachtsmann“ von JRR Tolkien enthält über dreißig Briefe, die Tolkien zwischen 1920 und 1943 an seine vier Kinder John, Michael, Christopher und Priscilla geschrieben hat – vom ersten Brief an den dreijährigen John bis zum letzten Brief an die vierzehnjährige Priscilla. Die Briefe liegen als übersetzte Abschrift vor, dazwischen gibt es allerdings immer wieder farbige Teilabbildungen der Originalbriefe, geschrieben in einer krakeligen Handschrift, und Abbildungen fast aller Illustrationen, die Tolkien mit den Briefen mitgeschickt hat.

Die Briefe erzählen von Father Christmas und seinen Helfern am Nordpol – Polarbären und Elbchen und andere Helferlein. Und von ihren Abenteuern, Kämpfen und all dem, was ihnen im Laufe des Jahres so passiert ist. Dabei zieht sich zwar ein roter Faden durch alle Briefe, gleichzeitig ändern sich die Briefe aber auch – man merkt, dass die Kinder älter werden – die Briefe werden länger und komplexer, auch düsterer -, kriegt hier und da Einblicke in das, was sonst so in der Welt geschieht und Father Christmas nimmt auch immer wieder mal Bezug auf die Briefe, die ihm die Kinder geschrieben haben.

Ich habe eine Menge zu tun, und wegen dem schrecklichen Krieg ist dieses Jahr alles sehr schwierig. Viele meiner Boten sind nicht zurückgekehrt.

Briefe vom Weihnachtsmann von JRR Tolkien, Seite 162 (1939)

Alles in allem ist „Briefe vom Weihnachtsmann“ von JRR Tolkien ein Buch, dass ich wirklich nur wärmstens empfehlen kann. In meinen Augen gibt es nur zwei Minuspunkte – die aber den Inhalt nicht weniger zauberhaft machen. Zum einen finde ich es schade, dass nur Ausschnitte der Briefe abgedruckt sind, zum anderen hätte ich mir einen Kommentar sowohl der Menschen gewünscht, die die Briefe ursprünglich in gedruckte Form übertragen haben, als auch der deutschen Übersetzer gewünscht – denn an ein paar Stellen schienen mir die krakeligen Brieftexte und die gedruckte Übersetzung nicht so ganz zusammenzupassen.

Für Fans von…

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Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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