Rezension zu Arclight: Niemand überlebt die Dunkelheit von Josin L. McQuein

„Arclight: Niemand überlebt die Dunkelheit“ von Josin L. McQuein hat es mir direkt vom ersten Moment an angetan. Schon das düstere Cover hat meinen Blick quasi magisch angezogen und die Inhaltsangabe hat mich dann vollends überzeugt – auch wenn ich für dystopische Jugendromane in letzter Zeit immer weniger übrig habe, der Auftakt der „Arclight“-Serie hatte es mir angetan. Und alles in allem hat er mich auch durchaus begeistern können.

Story hui – Charaktere pfui. Okay, das ist nun etwas übertrieben, aber leider sind mir die Figuren in Josin L. McQueins Serienauftakt „Arclight: Niemand überlebt die Dunkelheit“ durchweg nicht in bester Erinnerung geblieben. So bleiben die Nebenfiguren durchweg flach und blass, sowohl die im Umfeld der Protagonisten als auch deren Gegenspieler. Die Protagonisten selbst sind zwar erheblich tiefer, facettenreicher und greifbarer, aber ich bin mit ihnen nur begrenzt warm geworden. Marina und Tobin waren mir zwar an sich nicht unsympathisch, aber der Funke wollte trotzdem nicht so recht überspringen und ich hatte stellenweise auch Probleme ihre Motivationen so richtig nachvollziehen zu können.

Dafür hat es mir die Geschichte umso besser gefallen. McQueins Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen und die Idee hinter „Arclight“ fand ich toll und es gab durchaus einige überraschende Wendungen, die die Spannung hoch gehalten haben. Und während ich mir etwas mehr Informationen über das große Dunkel gewünscht hätte – oder eigentlich sogar deutlich mehr Informationen, aber die kommen ja hoffentlich in den Folgebänden -, fand ich das Leben im Arclight sehr gut geschildert, hier fiel es mir leicht mich direkt in die Szenerie hineinzufinden, was über die fehlende Verbindung zu den Charakteren etwas hinwegtrösten konnte.

Insgesamt ist „Arclight: Niemand überlebt die Dunkelheit“ von Josin L. McQuein zwar nicht perfekt, aber die Idee hinter der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mit den Charakteren einfach nicht warm geworden bin. Ein sehr solider Auftakt einer vielversprechenden neuen YA-Dystopie-Serie, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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