Rezension zu Lost Land: Die erste Nacht von Johnathan Maberry

Jonathan Maberry - Lost Land: Die erste NachtAdd on GoodReadsJonathan Maberry – Lost Land: Die erste Nacht
 
Originaltitel: Rot & Ruin
Verlag: Thienemann
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 528
ISBN: 978-3522201513
 
 
[mygenres]  
 
 

Für alle Fans von „The Walking Dead“ und „Dawn of The Dead“

Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt.
Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben.
Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird.
Zwei Brüder, die einander Feind sind.
Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt.

Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen.
In einer Welt, die zerstört ist.

 
 
Meinung:
 
Ich mag eigentlich gar nicht viel zu dem Buch sagen. Mich hat es leider so gar nicht überzeugen können. „Lost Land“ wirkt ein wenig so, als hätte der Autor möglichst viele, möglichst erfolgreiche Motive aus dem Zombie-Genre genommen, in einen Topf geworfen, einmal kräftig umgerührt und das ganze aufs Papier gegossen.

Das fängt schon mit der gesamten Ausgangssituation an: Durch einen elektromagnetischen Puls wurde sämtliche Elektronik zerstört und 90% der Menschheit hat sich in Zombies verwandelt. Die Restlichen leben fast alle in einer kleinen, abgeschotteten Enklave im californischen Mountainside. Ein Setting, dass an sich schon sehr bekannt wirkt und wenn dann nicht mal ausgefallene Details dazu kommen, finde ich zumindest das schon mal abschreckend.

Und leider sind auch die Charaktere nicht besser. Da wäre zum einen Tom, der ältere der beiden Brüder, ein durch und durch ehrenhafter Kopfgeldjäger, der Zombies und die, die von ihnen gebissen wurden, zur Strecke bringt. Dann gibt es seinen kleinen Bruder Benny, der sich mit seinen 15 Jahren für einen Job entscheiden muss und bei seinem eigentlich verhassten Bruder in die Lehre gehen muss. Und Lilah, das geheimnisvolle Mädchen mit den überraschenden Fähigkeiten.

An sich alles Charaktere, die auf eine actionreiche Story hoffen lassen. Und die gibt es auch, denn Maberry legt ein wirklich rasantes Tempo vor. Mein Problem war nur leider, dass ich weder den Guten noch den Bösen wirklich etwas abgewinnen konnte. Dazu war Tom zu aalglatt, zu undefiniert, und Benny verwandelte sich quasi über Nacht vom nölenden Gör zum unschlagbaren Held und auch Lilah fand ich weder realistisch noch überzeugend. Ähnlich ging es mir mit den Gegenspielern der Protagonisten, denn die wirkten allesamt doch etwas arg überzeichnet.

Das endgültige K.O. ist allerdings den Dialogen zu verdanken. Wäre das gesamte Buch eher etwas wie eine Parodie ausgerichtet, kein Problem. Und auch in einer Adaption für die Kinoleinwand oder den Fernsehbildschirm wären die Dialoge vermutlich eher Grund zur Belustigung. Im Buch jedoch wirken die oft schwülstigen und gestelzten Reden recht schnell sehr nervig.

Für mich gab es an „Lost Land: Die erste Nacht“ genau zwei positive Sachen: Das schnelle Tempo und die Darstellung der Zombies, die hier nicht nur als die Monster gesehen werden, die sie jetzt sind, sondern auch immer als die Menschen, die sie einmal waren. Leider können die zwei Punkte aber die vielen negativen Eindrücke, die das Buch bei mir hinterlassen hat, nicht aufwiegen. Von mir daher eindeutig keine Empfehlung, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass eingefleischte Zombie-Fans sich für dieses Buch begeistern können.
 
 


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Mit herzlichem Dank an den Thienemann Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
VERLAG
 
 
2 Sterne - Geht so
 
 

 
 
Der Autor
 
Jonathan Maberry (geboren 1958) hat nach einer beachtlichen Karriere als Jujitsu-Kämpfer eine Reihe von übernatürlichen Horror-Romanen verfasst, ist New-York-Times-Bestseller-Autor und wurde mehrfach mit dem Bram-Stoker-Award ausgezeichnet. Er verfasst Graphic Novels für Marvel Comics und Drehbücher für Spielfilme wie „Wolfman“.
Mit „Lost Land – Die erste Nacht“ startet er eine post-apokalyptische Serie für Jugendliche.
Jonathan Maberry lebt in Warrington, Kentucky.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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