Rezension zu Der eiserne König von John Henry Eagle

John Henry Eagle - Der eiserne KönigAdd on GoodReadsJohn Henry Eagle – Der eiserne König

Verlag: FJB
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 650
ISBN: 978-3841421173

[mygenres]

Ein phantastisches Abenteuer: Mit schlauem Mut und listigem Witz machen sich acht märchenhafte Helden auf den gefährlichen Weg gegen die dämonischen Mächte des eisernen Königs.Dunkle Seelen regieren das Land Pinafor. Noch ruht der Eiserne König in seinem Grab. Wenn er aufersteht, droht der endgültige Untergang des Reiches. Doch es gibt Hoffnung: ein Mädchen mit grünen Augen, honigfarbenem Haar und Sommersprossen, auf ihren Rücken ist ein Labyrinth tätowiert, eine rätselhafte Karte. Dieses geheimnisvolle Mädchen zu finden, ist der Auftrag, der an Hans ergeht. Unter dem Schutz der dreizehn weisen Weiber zieht Hans mit Sneewitt und ihren Gefährten los. Aber der grausame Krieger Grimm und die sieben Raben sind ihnen voraus. Um seine Welt zu retten, dringt Hans immer tiefer ein in das unheimliche und verzauberte Land. Seine große Suche wird zu einem märchenhaften und phantastischen Romanabenteuer. Ein Epos – unheimlich wie Grimms Märchen, zauberhaft wie »Die unendliche Geschichte«, phantastisch wie der »Herr der Ringe«

Meinung:

Es war einmal eine Leserin, die liebte Märchen und Märchennacherzählungen über alles und daher war sie begeistert, als sie dieses Buch in den Händen hielt. Und auch wenn sich das Buch als ganz anders herausgestellt hat als die Leserin gedacht hätte, war es doch gut.
Wie gesagt, das Buch war ganz anders als ich erwartet hätte. „Der eiserne König“ ist weniger eine Märchennacherzählung als mehr eine Märchensatire. Und als solche ist er, in meinen Augen, nicht wirklich für Leser ab 12 Jahren geeignet. Denn obwohl „Der eiserne König“ durchaus auch lustige und humorvolle Szenen enthält, ist er über weite Teile doch relativ düster, brutal und enthält auch die eine oder andere sexuell explizite Szene.
Eagles Schreibstil ist anfangs wirklich gewöhnungsbedürftig, denn er orientiert sich sehr am Originalstil der Grimmschen Märchen und wirkt daher sehr altmodisch. Doch nicht nur vom Stil her orientiert sich Eagle sehr an seinen Vorlagen: Genau wie die Charaktere im Märchen meist eher wenig in die Tiefe gehen (Nebencharaktere haben ja oftmals nicht einmal Namen), bleiben auch Hans und seine Gefährten eher flach und punkten hauptsächlich durch den Vergleich zu ihren „Originalen“. Diese beiden Punkte machen es schwierig in die Geschichte einzutauchen und sich wirklich mit irgendwem zu identifizieren. Als Leser fühlt man sich die ganze Zeit über mehr wie ein außenstehender Beobachter und weniger so, als würde man an der Geschichte teilhaben.

Fazit:

Insgesamt ist „Der eiserne König“ zwar stellenweise zäh und schwergängig, besticht jedoch gleichzeitig irgendwie auch durch seinen Stil und die damit eingehende „Nostalgie“, sodass ich das Buch wirklich genossen habe.

Das Cover:

Das Cover ist wirklich ausgefallen. Mir gefallen die Sieben Raben echt gut und das Cover ist von den Farben her angenehm schlicht gehalten und punktet halt hauptsächlich durch die Schrift mit den Raben.

Mit herzlichem Dank an den Fischer Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Fischer Verlag

4 Sterne - Sehr gut

Der Autor

John Henry Eagle wurde 1971 als Sohn eines in der Lüneburger Heide stationierten britischen Offiziers und einer deutschen Mutter geboren. Nach einem wechselhaften schulischen Werdegang, der ihn an mehrere Internate führte, arbeitete er sich in London zum Börsenmakler hoch, stieg dann aber aus und kehrte nach Deutschland zurück, um sich dem Schreiben zu widmen. Er verfasste unter Pseudonym Drehbücher, Schauerromane und Szenarios für Graphic Novels. ›Der Eiserne König‹ ist das erste Buch, das unter seinem wahren Namen erscheint. Er lebt mit vielen Katzen in der Nähe von Berlin.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike (Filia Libri) »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*