Rezension zu Der Tod greift nicht daneben von Jörg Maurer

Der ehemalige Nobelpreisjuror Bertil Carlsson hat sich wunderbar eingelebt im idyllischen bayerischen Kurort. Er ist inzwischen bayerischer als die Eingeborenen, mischt in sämtlichen Vereinen mit und sogar die Sprache hat er verinnerlicht, wie ein Urbayer. Da findet ihn seine Frau eines Tages im Gartenhäcksler, beziehungsweise, das was noch von ihm übrig ist. Kommissar Jennerwein und sein leicht dezimiertes Team, durch Fortbildung und Urlaub, nehmen die Ermittlungen auf, treten aber auf der Stelle und werden nach einer Woche erfolgloser Ermittlungen von vorgesetzter Stelle gezwungen, den Fall als Unfall abzuschließen. In letzter Minute schließt die Gerichtsmedizin ihre Untersuchungen ab und stellt fest, das im Puzzle der Knochen von Bertil  Carlsson eine Hand fehlt. Bei der Suche nach ähnlichen Fällen stößt Jennerwein auf ein unfassbares Forschungsprojekt.

Der siebte Alpenkrimi von Jörg Maurer ist der unheimlichste bisher. Auch diesmal wieder lebt die Geschichte in der Hauptsache von ihren skurrilen und exzentrischen Charakteren, die  Jörg Maurer herrlich überzeichnet, mit dem unterschwelligen Hinweis, alles nicht so ernst zu nehmen. Trotzdem kann man sich als Leser der ständig steigernden Spannung nicht entziehen und legt das Buch in den letzten Kapiteln nicht mehr aus der Hand. Ein Buch mit allem, was ein gelungener Krimi baucht, eine gute Geschichte, Spannung und viel Humor.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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