Rezension zu Die Auslese: Nur die Besten überleben von Joelle Charbonneau

Um „Die Auslese: Nur die Besten überleben“ schleiche ich ja schon seit ewigen Zeiten herum. Das Buch steht seit seinem Erscheinungstermin in meinem Bücherregal, die englische Version des eBooks findet sich auch schon seit Monaten auf meinem Kindle und trotzdem habe ich mich erst jetzt dazu durchringen können, Joelle Charbonneaus Roman auch wirklich zu lesen. Warum? Zum einen bin ich, was Dystopien angeht, in letzter Zeit immer skeptischer, zum anderen habe ich einfach die Nase voll von den ewigen Trilogien.

Beides nicht die besten Voraussetzungen für „Die Auslese: Nur die Besten überleben“, aber wider Erwarten hat mich das Buch dann doch erstaunlich schnell fesseln und in seinen Bann ziehen können. Und trotz meiner anfänglichen Skepsis bin ich jetzt, rückblickend, richtig begeistert von diesem Roman. Auch wenn es durchaus die eine oder andere Kleinigkeit gab, die mir dann vllt. doch nicht gefallen hat, alles in allem war „Die Auslese“ für mich eine wirklich positive Überraschung.

Mir hat vor allem das Konzept der Geschichte gefallen, die Idee, die die Autorin hier hatte und die sie, in meinen Augen, sehr gelungen umgesetzt hat. So habe ich den gesamten Prozess der „Auslese“ als sehr eindringlich empfunden, die gesamte Geschichte hatte einen sehr düsteren Unterton. Gleichzeitig muss ich aber auch zugeben, dass die Erzählung immer wieder auch ein wenig kühl herüber kam, da die Autorin so manche Entscheidung und Emotion einfach mal im Nebensatz abhandelt.

Trotzdem konnte ich schnell eine Verbindung zu Protagonistin Cia aufbauen und habe mich, nicht zuletzt durch sie, schon nach wenigen Seiten in der Geschichte verlieren können. Ja, sie ist mal wieder eine dieser Heldinnen, die einfach alles (oder fast alles können) aber sie hat eben auch einen entsprechenden Hintergrund und hat ja hin und wieder doch auch mal die einen oder anderen Selbstzweifel, sodass ich mit diesem Punkt durchaus ganz gut klar gekommen bin.

Überhaupt ist „Die Auslese: Nur die Besten überleben“ von Joelle Charbonneau zwar nicht perfekt, holpert hier und da immer wieder mal etwas, aber mich konnte die Geschichte einfach begeistern. Ich hatte Spaß an diesem Buch und auch wenn es definitiv tiefgängigere und auch besser ausgeführte Geschichten gibt, hat in diesem Fall für mich vor allem der Unterhaltungsfaktor gezählt und der war definitiv da, daher 4,5 Sterne für Charbonneaus Dystopie.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: