Rezension zu Der ewige Krieg von Joe Haldeman

Joe Haldeman, selbst Veteran des Vietnamkriegs, hat mit „Der ewige Krieg“ eine eindringliche und bewegende Geschichte über die Tragödien und Sinnlosigkeiten des Krieges. Dabei beschreibt der Autor schonungslos und offen, mit geradezu brutaler Sprache den ewigen Krieg, in den die Menschheit im 23. Jahrhundert mit irgendwelchen Aliens gerät, und deutet auch dessen Folgen an – für die Veteranen und die auf der Erde Zurückgebliebenen gleichermaßen.

Dabei legt die Geschichte ein nahezu halsbrecherisches Tempo vor. Die Handlung rast nur so dahin, Figurenentwicklung gibt es eigentlich keine, alles bleibt austauschbar, ganz bewusst wohl entwickeln sich hier kaum einzelne Charaktere aus der Menge heraus, Figuren wie Schauplätze bleiben quasi universell austauschbar. Das schadet der Geschichte aber nicht, sie ist trotzdem, oder auch gerade deswegen, schnell und flüssig gelesen und man wird als Leser geradezu mitgerissen von dem rasanten Tempo.

Zynisch und stellenweise durchaus böse erzählt der Autor diese Geschichte über die Sinnlosigkeit des Krieges und versieht diese mit wirklich gut durchdachten, sehr faszinierenden Science Fiction Elementen. Ein Antikriegsroman, der unter die Haut geht, ein rasantes Lese“vergnügen“, das schonungslos den Unsinn des Krieges darlegt. Nur das Happy End war nicht so ganz meins.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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