Rezension zu Das Meer der Seelen: Nur ein Leben von Jodi Meadows

Oh, mein Gott. Was für ein schrottiges Buch. Ja, ich weiß, dass dieses Buch für viele Leser ein echtes Highlight war, aber in meinen Augen war es eine wahre Zeitverschwendung. Ich habe bereits kurz nach dem Erscheinen des Originals eben jenes gelesen und nach den ersten Kapiteln wieder im Regal verstaut. Als dann die Übersetzung erschien, dachte ich, ich gebe dem Buch nochmal eine Chance, weil die Grundidee ja doch wirklich gut ist.

Tja, leider ist das Buch einfach nicht besser geworden.

Da wäre zuerst einmal Ana, die Protagonistin dieses Romans, die als einzige in dieser Welt keine wiedergeborene Seele enthält, sondern eine ganz und gar niegelnagelneue. Jucheee. Ana ist so dermaßen… Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll… Sie ist so nervtötend, lächerlich, naive und schlicht und ergreifend einfach so unglaublich dumm, dass ich gar nicht anders konnte als sie abgrundtief zu hassen. Klar, sie ist die Einzige in dieser Welt, die nicht auf das Wissen von was weiß ich wie vielen Wiedergeburten zurückgreifen kann, aber muss sie deshalb so grenzenlos blöd sein???

Auch die anderen Charaktere in diesem Buch sind so ganz und gar nicht mein Fall gewesen. Sie waren alle mehr oder minder flach und so klischeehaft, allen voran Sam, Anas Schwarm. Es gab nicht einen einzigen verdammten Charakter in diesem Buch, der auch nur annähernd interessant war. Am „faszinierendsten“ war noch Anas Freundin Steph, wobei auch die im Grunde genommen echt langweilig war.

Und die Handlung erst… Mal ganz abgesehen von dieser schrecklichen Liebesgeschichte, die pure Instant-Pseudo-Romanze ist und so dermaßen unüberzeugend rübergebracht wird, dass es einfach völlig abstrus war, ist die gesamte Handlung so dermaßen vorhersehbar gewesen… Schon nach dem ich die ersten Kapitel auf Englisch gelesen hatte, war mir klar, wie die Geschichte weitergehen würde und ja, es lief genau so ab…

Alles in allem war „Das Meer der Seelen: Nur ein Leben“ so langweilig, dass ich es kaum glauben konnte, denn immerhin war die Grundidee doch so interessant, aber nun gut… War wohl nix.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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