Rezension zu Töchter des Mondes: Sternenfluch von Jessica Spotswood

Auf dieses Buch habe ich mich ja wirklich sehr gefreut, denn auch wenn ich im ersten Band mit der Zeit einige Probleme mit den Figuren bekommen habe, die mir zu oberflächlich wurden, hat mir die Geschichte doch wirklich gut gefallen und ich war gespannt darauf, wie es mit Cate und ihren Schwestern weiter geht. Und der zweite Band um die „Töchter des Mondes“ hat meine Erwartungen glücklicherweise auch nicht enttäuscht.

Das fing damit an, dass ich bei diesem Buch überhaupt keine Probleme damit hatte, wieder in die Geschichte hineinzufinden, obwohl es ja nun doch schon etwas her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe. Es gibt zwar keine langwierigen Nacherzählungen der Geschehnisse des ersten Bandes und man wird als Leser durchaus direkt mitten in die Handlung geschmissen – und zwar eine Tage/Wochen nach dem Ende von Band 1 – aber es gibt immer wieder kurze Hinweise auf Vergangenes, die eine völlig ausreichende Gedächtnisstütze darstellen, sodass man schnell wieder ins Geschehen hineinfindet.

Jessica Spotswoods Schreibstil unterstützt das noch weiter, denn das gesamte Buch liest sich wirklich sehr flüssig, die Sprache ist gut verständlich ohne dabei zu simpel für die beschriebene Handlung zu sein und insgesamt wirkt der Stil, und damit die Stimme der Ich-Erzählerin Cate, sehr authentisch und konstant atmosphärisch, wodurch auch die gesamte Szenerie, diese parallele Welt und das dystopisch angehauchte Amerika das kurz vor der Wende zum 20. Jahrhundert steht, sehr überzeugend rüberkommen.

Generell ist die Welt ein Großteil dessen, was mich an dieser Geschichte so fasziniert, denn die Autorin hat sich hier wirklich etwas meiner Meinung nach total spannendes und faszinierendes ausgedacht und das Ganze auch noch sehr gut umgesetzt. Im zweiten Band erfährt man auch mehr über die gesamte, weltweite politische und soziale Situation, die Gesellschaft, die Spotswood geschaffen hat, wird dadurch noch etwas greifbarer und eindringlicher.

Auch die Charaktere haben mir in diesem zweiten Band wieder deutlich besser gefallen. Gerade mit Cate hatte ich zum Ende des ersten Buchs hin ja so meine Probleme, die haben sich hier allerdings schnell wieder gegeben. Die Charaktere sind insgesamt wieder sehr viel ausgereifter, detaillierter und authentischer als sie es zum Schluss in „Die Töchter des Mondes: Cate“ waren. Es ist mir sehr leicht gefallen mit in die Situationen der verschiedenen Charaktere hineinzuversetzen und ihre Motivationen, egal ob gut oder schlecht, nachzuvollziehen, wodurch die Geschichte nur an Spannung gewinnt. Es gibt Charaktere, die mir wahnsinnig sympathisch sind und auch Charaktere, denen ich am liebsten den Hals umgedreht hätte, aber das passt so alles hervorragend zur Geschichte.

Alles in allem fand ich „Die Töchter des Mondes: Sternenfluch“ wirklich sehr gut, es hat mir großen Spaß gemacht das Buch zu lesen und das einzige wirklich negative, was mir einfällt, ist die Tatsache, dass es jetzt vermutlich wieder ewig dauert, bis der nächste Band erscheint, ich aber doch unbedingt wissen will, wie die Geschichte der Schwestern weitergeht, immerhin gibt es da nach wie vor diese verhängnisvolle Prophezeiung…

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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