Rezension zu The Gifted: Vergiss mein nicht von Jennifer Lynn Barnes

Was für ein tolles Buch 😀

Allerdings ist es toll auf diese „Ich hatte tierischen Spaß beim Lesen, wenn ich aber zu genau darüber nachdenke oder es nochmal lesen würde, fallen mir zig tausend Sachen ein, die ich eigentlich ziemlich mies fand“. Kennt ihr das? Ihr lest ein Buch, seit völlig gefangen und begeistert von der Story und nachdem ihr das Buch dann zugeklappt habt, denkt ihr euch plötzlich, hm, was genau fand ich jetzt eigentlich so toll an der Geschichte, weil eigentlich ist doch das und das und das und das ziemlich blöd gewesen. So ungefähr war es für mich mit „The Gifted: Vergiss mein nicht“ von Jennifer Lynn Barnes.

Aber erstmal dieses Cover… Das ist so… unglaublich langweilig und nichtssagend. Warum müssen immer und überall irgendwelche komischen Mädels drauf sein, die einem ein Bild der Protagonistin aufzwingen wollen? Da finde ich das Originalcover doch wesentlich besser. Es ist zwar nicht direkt schön, aber es hat zur Abwechslung endlich mal kein doofes Gör drauf, das meiner Vorstellung der Protagonistin voll und ganz widerspricht. Und warum genau wurde der Titel geändert? Wenn schon ein englischer Übertitel, warum dann nicht das Original „The Naturals“ beibehalten? Aber gut… Das ändert ja alles nichts am Inhalt.

Die Idee hinter „The Gifted: Vergiss mein nicht“ hat mir wirklich hervorragend gefallen, die Kids mit den übersinnlichen Fähigkeiten, die vom FBI rekrutiert und trainiert werden, sind einfach ein tolles Konzept. Die vielfältigen Arten, auf die sich die Fähigkeiten der Jugendlichen manifestieren und die, meiner Meinung nach, wirklich gut recherchierten Hintergründe haben mir außerordentlich gut gefallen – hier merkt man auch, dass die Autorin als Psychologieprofessorin die nötigen fachlichen Hintergründe hat.

Allerdings sind die Charaktere im Rückblick verdammt flach. Sieht man mal davon ab, dass es hier eine absolut langweilige und vorhersehbare Dreiecksgeschichte gibt, die ich zwar relativ harmlos fand, aber von der ich trotzdem kein Fan bin, gibt es zusätzlich eben eine ganze Riege unglaublich egozentrischer und klischeehafter Figuren. Dass es da überhaupt zu einer sinnvollen Handlung kommt, ist schon erstaunlich, noch viel erstaunlicher ist es jedoch rückblickend, dass mich das beim Lesen so gar nicht gestört hat.

Alles in allem ist „The Gifted: Vergiss mein nicht“ zwar beim ersten Lesen unglaublich spaßig gewesen, rückblickend hat es jedoch mehr als eine ernsthafte Schwäche. Trotzdem gibt es volle fünf Sterne für dieses Buch, auch in der Hoffnung, dass die Folgebände besser werden.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: