Rezension zu Frostkuss von Jennifer Estep

Meinung:

Mit Jennifer Esteps anderer Romanreihe „Elemental Assassin“ kämpfe ich mich bis heute ab. Ich komm einfach nicht rein in die Geschichte. Deshalb war ich auch erstmal sehr skeptisch, als ich gesehen habe, dass sie jetzt auch eine Jugendbuchreihe rausbringt. Da es hier aber um Mythologie geht und ich solchen Büchern einfach nicht widerstehen kann (es sei denn, es geht um Sirenen), habe ich mich dann doch mal an „Frostkuss“ gewagt. Zum Glück, denn das Buch ist genau das, was ich mir erhofft habe: Eine ausgefallene, actionreiche, humorvolle und rundum unterhaltsame Geschichte voller Mythen und Monster.
„Frostkuss“ enthält zwar immer wieder kleinere Wiederholungen, die aber durch die ansonsten wirklich gut ausgearbeitete Storyline wieder gut gemacht werden. Und vor allem die Charaktere fand ich toll: Natürlich enthält „Frostkuss“ eine ganze Reihe von Stereotypen und Klischees, wie so ziemlich jeder aktuelle, amerikanische Jugendroman, aber die Charaktere sind wirklich realistisch und vielschichtig und entwickeln sich entsprechend der Handlung auch nachvollziehbar weiter.
Die Idee, mit der die Götter verschiedener antiker Mythologien eingebunden sind, fand ich faszinierend und das ganze Konzept der Mythos Academy sehr gut. Allerdings finde ich es schade, dass Gwens Vorgeschichte nicht im Buch enthalten ist. Denn die ist meiner Meinung nach recht wichtig, um überhaupt zu verstehen, wie Gwen in der Academy gelandet ist. Wer also vorhat „Frostkuss“ zu lesen, sollte vorher die Vorgeschichte lesen, die es HIER auf der Seite des Verlags als kostenlose PDF-Datei gibt.

Fazit:

Amüsant, kurzweilig und wirklich unterhaltsam. Wer sich für Mythologie-lastige und actionreiche Jugendbücher begeistern kann, sollte dieses hier auf jeden Fall mal versuchen.

Das Cover:

Ich habe noch nicht herausgefunden, warum die Augen türkis und nicht violett sind, wie die von Gwen, aber okay. Insgesamt finde ich das Cover fast ein bisschen zu schlicht. Und mich stören diese weißen Haarsträhnen, die über die schwarzen Augenbrauen fallen. Fragt mich nicht wieso, aber die machen mich wahnsinnig.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Frostkuss von Jennifer Estep”

  1. Ich war nicht ganz so begeistert von diesem Buch, mich hat es sehr gesört, dass alles so vorhersehbar war und mit Gwen kam ich auch nicht ganz so gut zurecht. Wobei sich das Blatt dann in der zweiten Hälfte gewendet hat, da mochte ich das Buch dann schon recht gerne.
    Die Mythlogie und den Umgang damit finde ich allerdings auch sehr, sehr schön und begeistert mich immer wieder aufs neue. 🙂

  2. Also hier gefällt mir das Cover eigentlich sehr gut, deswegen hab ich die Rezension auch angeklickt, auch wenn ich noch nichts von dem Buch gelesen hatte. Ich finde es hört sich ganz interessant an, vor allem finde ich es toll, wenn so viele unterschiedlichen Mythologien gemischt sind 🙂

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