Rezension zu Dark Canopy von Jennifer Benkau

Jennifer Benkau - Dark CanopyAdd on GoodReadsJennifer Benkau – Dark Canopy
 
Verlag: Script 5
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 528
ISBN: 978-3839001448
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „Dark Canopy“
 
 
 

Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr …

 
 
Meinung:
 
Wenn ich Dark Canopy so im Nachhinein mal ganz objektiv zu betrachten versuche, dann muss ich feststellen, dass das Buch eigentlich gar nicht so schlecht ist. Die Idee ist zwar sicherlich nicht die neuste aber ganz spannend umgesetzt, der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und auch die Charaktere sind nicht schlecht. Trotzdem, „Dark Canopy“ konnte mich einfach nicht begeistern.
Das liegt nicht unbedingt daran, dass ich so viele Dystopien gelesen habe, dass ich jetzt sozusagen „übersättigt“ bin, immerhin habe ich kurz drauf eine weitere Dystopie gelesen, die mich dann wieder voll in ihren Bann gezogen hat. Mein Problem war auch nicht unbedingt, dass ich zu hohe Erwartungen hatte, im Gegenteil, stellenweise hat das Buch meine Erwartungen tatsächlich übertroffen.
Mein Problem war einfach, dass der sprichwörtliche Funke nicht überspringen wollte. Es ist mir nicht wirklich gelungen, mich in die Charaktere hineinzuversetzen, irgendwie war da immer eine große Distanz, die ich nicht überbrücken konnte und die es schwierig gemacht hat, die Aktionen und Reaktionen der Charakter und ihre Entwicklungen wirklich nachzuvollziehen.
Dadurch war das Buch für mich natürlich wenig fesselnd und ich fand die Handlung stellenweise nur schwer nachvollziehbar. Dabei weiß ich gar nicht wieso, denn eigentlich kam mir Joy wie ein wirklich faszinierender Charakter vor, aber anscheinend war sie einfach zu weit weg von meiner Wellenlänge, als dass es mir gelungen wäre, mich an ihrer Seite wirklich auf die Geschichte einzulassen.
Es sollte sich aber niemand davon abschrecken lassen, denn – auch wenn mich das Buch wie gesagt nicht fesseln konnte – war es im Grunde genommen wirklich gut geschrieben, enthielt eine ordentliche Portion Action und Spannung und lediglich das Ende war in meinen Augen irgendwie sehr „unschön“, einfach weil es ein sehr abrupter Cliffhanger ist und mich so etwas meistens stört.
 
 
Fazit:
 
Ein schönes Buch, bei dem bei mir zwar kein Funke übergesprungen ist, dass für Fans deutscher Dystopien aber auf jeden Fall einen Versuch wert ist.
 
 
Das Cover:
 
Das Cover ist wirklich gut. Es passt von der Stimmung her toll zum Buch und mir gefällt das ganze Design.
 
 


 
 
3 Sterne - Okay
 
 

 
 
Die Autorin
 
Jennifer Benkau wurde 1980 in Solingen geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, drei Kindern und zwei Katzen inmitten lauter Musik und vielen Büchern lebt. Nachdem sie in ihrer Kindheit Geschichten in eine Schreibmaschine gehämmert hatte, verfiel sie pünktlich zum Erwachsenwerden in einen literarischen Dornröschenschlaf, aus dem sie zehn Jahre später, an einem verregneten Dezembermorgen, von ihrer ersten Romanidee stürmisch wachgeküsst wurde. Von dem Moment an gab es kein Halten mehr. Dark Canopy ist ihr erster Roman für junge Erwachsene.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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2 Kommentare zu “Rezension zu Dark Canopy von Jennifer Benkau”

  1. Zu dem Buch hab ich bislang immer nur gute Bewertungen gesehen. Bin mal gespannt, wie es bei mir ankommt 🙂 Danke für deine ehrlichen Worte… und letzt endlich lebt ein Buch ja von den Charakteren…mit ihnen fällt jede noch so gute Idee. Hast du „Selection“? Wirst du es lesen? Und kann ich hier irgendwie einstellen, dass ich eine Benachrichtigung bekomme, wenn du auf meine Kommentare antwortest?

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