Rezension zu Vor der Elfendämmerung von Jean-Louis Fetjaine

Ach herrje, also ein wirklicher Knaller war dieses Buch ja jetzt nicht. Das soll nicht heißen, dass „Vor der Elfendämmerung“ ein schlechtes Buch war, es enthält nur einfach absolut nichts Neues oder Interessantes. Jean Louis Fetjaine hat sich, wie viele weitere Autoren vor und nach ihm, an der Artussage versucht und die Geschichte dabei mit einer großzügigen Portion Elfen und Zwerge angereichert.

An sich ja nichts schlechtes, nur leider fand ich die Umsetzung in so ziemlich keiner Hinsicht wirklich gelungen. Es ist alles ganz solide und Fetjaine schreibt durchaus nicht schlecht, aber die ganze Geschichte entbehrt einfach so jeglicher Innovation und kommt ohne jeden wirklich Pepp daher. Schade.

Das Problem ist einfach, dass so ziemlich jedem Leser, der sich schon einmal auf irgendeine Art und Weise mit der Artussage beschäftigt hat, den Vorgang der Geschichte ohne weiteres voraussagen sagen kann, was es für mich wahnsinnig schwer gemacht hat an der Geschichte dran zu bleiben, denn es war ja sowieso schon klar was passieren würde.

Hier hätte der Autor mit faszinierenden Charakteren und spannenden eigenen Ideen sehr viel wieder gut machen können, aber leider wirkt es so, als wollte ihm das einfach nicht so ganz gelingen. An vielen Stellen sind eigentlich interessante Ansätze da, die aber unglücklicherweise nicht weiter verfolgt und vertieft werden.

Alles in allem ist „Vor der Elfendämmerung“ kein schlechtes Buch, aber es ist doch relativ leichte Kost und schlicht und ergreifend nichts neues. Es fehlt der „persönliche Stempel“ des Autors.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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