Rezension zu Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist Hölle von Jana Oliver

Jana Oliver - Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist die HölleAdd on GoodReadsJana Oliver – Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist die Hölle
 
Originaltitel: The Demon Trappers Daughter
Verlag: FJB
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 544
ISBN: 978-3841421104
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „Riley Blackthorne – Die Dämonenfängerin“
 

Die siebzehnjährige Riley, einzige Tochter des legendären Dämonenfängers Paul Blackthorne, hat schon immer davon geträumt, in seine Fußstapfen zu treten. Jetzt ergreift sie die Chance, sich zu beweisen.

Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.

 
 
Meinung:
 
An Jana Olivers Serie „Die Dämonenfängerin“ hat mich zu aller erst einmal die Idee begeistert. Und die ist auch wirklich spannend. Woran es dann leider etwas haperte, war die Umsetzung.

Ich konnte mich wahnsinnig schnell in diese Geschichte hineinlesen, die Idee ist, wie bereits gesagt, wirklich fesselnd, der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und Riley war mir auf Anhieb sympathisch. Die Dämonen jedoch haben mir von Anfang an Magenschmerzen bereitet: Warum genau beherrschen diese mal die deutsche Grammatik perfekt und dann wieder so gar nicht, sodass sie wie Yoda klingen?

Ähnlich unsinnig fand ich die Verbindung zwischen Dämonenjägerzunft und Vatikan, der eigentlich sehr gut hätte ausgearbeitet werden können, hier aber reichlich wirr wirkte. Im Grunde genommen war dieser Handlungsstrang völlig überflüssig. Hätte man ihn richtig ausgearbeitet, wäre er eine schöne Ergänzung gewesen, so sorgte er allerdings nur für Verwirrung.

Und auch Rileys Charakter hat leider nicht halten können, was er am Anfang versprochen hat. Dort, wo ihr Charakter an Tiefe hätte gewinnen müssen, wurde er leider nur klischeehaft und blieb schemenhaft und oberflächlich. Dadurch ist bei mir die anfängliche Sympathie schnell in genervte Antipathie umgeschlagen.

Trotzdem, auch wenn dadurch zwei entscheidende Teile des Buchs eher unterdurchschnittlich waren, merkt man an anderen Stellen, mit wie viel Liebe zum Detail die Autorin ihre Geschichte ausgearbeitet hat und vor allen Dingen, wie viel Potential in der Geschichte steckt – so waren mir ausnahmsweise sogar die männlichen Nebencharaktere und möglichen romantischen Interessen von Riley sehr sympathisch.

Deshalb und dank Olivers sehr angenehmem Schreibstil hat sich „Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist Hölle“ doch sehr schnell durchlesen lassen und wenn im Folgeband „Seelenraub“ die hier vorhandenen Defizite ausgebügelt werden, dann kann das wirklich gut werden. Daher: Vier Sterne, in der Hoffnung, dass Band 2 besser wird.
 
 


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4 Sterne - Sehr gut
 
 

 
 
Die Autorin
 
Jana Oliver, geboren und aufgewachsen in Iowa, ist eine preisgekrönte Autorin. Sie ist am glücklichsten, wenn sie haarsträubende Legenden recherchiert, auf alten Friedhöfen umherwandert und neue Geschichten erträumt. Im Fischer Taschenbuch lieferbar: ›Aller Anfang ist Hölle‹, der erste Band der Serie, bei Fischer FJB Band 2: ›Seelenraub‹. Jana Oliver lebt wie ihre Heldin in Atlanta, Georgia.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Die Dämonenfängerin: Aller Anfang ist Hölle von Jana Oliver”

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