Rezension zu Liebe à la Hollywood von Jae

Okay, ich gebe zu, ich war voreingenommen, als ich angefangen habe „Liebe à la Hollywood“ von Jae zu lesen, weil  ich ihre Romane einfach herrlich finde. Nicht die anspruchsvollste Lektüre aber immer ein unterhaltsamer, oft auf spannender und definitiv romantischer Schmöker für zwischendurch. Genau das gleiche habe ich mir daher auch von „Liebe à la Hollywood“ erhofft und siehe da, das Buch hat meinen unglaublich hohen Erwartungen standhalten können 😉

Amanda ist eine junge Schauspielerin, die noch auf ihren großen Durchbruch wartet. Sie ist femme und das sollte auch ihre Partnerin sein – Eine Butch als Partnerin käme für sie gar nicht in Frage, genau so wenig wie sich öffentlich zu outen, immerhin könnte das ihre Karriere ruinieren noch bevor diese wirklich begonnen hat.

Fotografin Michelle hingegen ist (zumindest äußerlich) absolut butch: kurze Haare, maskuline Kleidung dazu noch eine Kavalierin der alten Schule und festentschlossen nie wieder etwas mit einer dieser oberflächlichen, nervtötenden Hollywooddiven anzufangen, die sich Schauspielerinnen schimpfen.

Dann aber wacht Amanda am Morgen nach dem Valentinstag in Michelles Bett auf – wie sie da gelandet ist, ist ihr ein ziemliches Rätsel, sie weiß nur noch, dass sie nach einem schrecklichen Blind Date auf einer Anti-Valentinstags-Party gelandet ist und sich dort ziemlich abgeschossen hat. Und die Frau, der das Bett gehört, in dem sie aufgewacht ist, will Amanda eigentlich ganz schnell wieder vergessen – lässt sich aber auf den Deal ein, sich am nächsten Valentinstag zu verabreden, sollten sie dann immer noch beide Single sein.

Doch, wie sollte es anders sein, dauert es natürlich nicht ein Jahr, bis Amanda und Michelle sich wieder sehen. Für Amanda bedeutet das, sich mit ihren Vorurteilen auseinander zu setzen – und damit, welche Opfer sie eigentlich wirklich bereit ist, für ihre Karriere zu bringen.

Also eigentlich macht ja allein Michelle „Liebe à la Hollywood“ schon lesenswert 😀 Aber mal ganz abgesehen von meinen Schwärmereien für fiktionale Personen, gefällt mir Jaes Schreibstil und ihr Humor – die Geschichten sind nie nur oberflächliche Romantikschnulzen sondern haben, auch wenn sie sicherlich eher in die Kategorie leichte Unterhaltung fallen, immer eine gewisse Tiefe, die Charaktere sind dreidimensional und entwickeln sich weiter, sodass es Spaß macht, ihnen durch ihre Geschichte zu folgen, so auch in diesem Roman.

Insgesamt ist „Liebe à la Hollywood“ zwar kurz aber definitiv lesenswert, lediglich das Ende war nicht ganz meins, das kam zwar nicht unerwartet aber doch etwas plötzlich und abrupt, ein kleiner Epilog wäre hier ganz nett gewesen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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