Rezension zu Kushiel: Das Zeichen von Jacqueline Carey

Ich weiß ehrlich gesagt überhaupt nicht, was ich von Jacqueline Careys „Kushiel: Das Zeichen“ erwartet habe, aber eindeutig nicht das 😱 Himmel, fand ich dieses Buch schlecht 😂 Und das, wo doch so viele dieses Werk anscheinend für einsame Spitzenklasse halten… Tja, so ist das halt mit dem Geschmack, ich jedenfalls habe es kaum bis zum Ende dieses Buchs geschafft und werde wohl keine weiteren Titel von Jacqueline Carey mehr anrühren 😉

Warum ich „Kushiel: Das Zeichen“ so grausig fand? Nun, zum einen konnte ich einfach nicht das geringste mit dem Thema anfangen, nicht weil ich es direkt schlecht fand, ich habe einfach beim Lesen festgestellt, dass es mich überhaupt nicht interessiert. Das ganze „ich bin genetisch, physisch, psychisch, whatever dazu veranlagt Lust durch Schmerzen zu empfinden und werde deshalb von Kind auf als BDSM-Sexspionin trainiert“ ist ja an sich nicht der uninteressanteste Ansatz, aber ich musste schnell feststellen, dass ich damit schlicht und ergreifend nichts anfangen kann.

Dazu kommt der Stil. Und den, den fand ich wirklich grauenhaft. Es ist, als hätte Jacqueline Carey versucht möglichst elaborierte, ausgeschmückte und hochgestochene Bandwurmsätze mit möglichst wenig Inhalt zu schaffen – so wirkte die Geschichte für mich zumindest über weite Strecken. Dabei wirkt die Erzählung oft einfach so überschwänglich unheilvoll und drohend, gerade zu karikaturistisch bedeutungsschwer und unglücksschwanger. Das ist manchmal (vermutlich eher unfreiwillig) komisch, meist aber auch durchaus nervtötend.

Alles in allem fand ich die Welt, die Jacqueline Carey in „Kushiel: Das Zeichen“ erschaffen hat, zwar irgendwie faszinierend in all ihren Details, den komplexen, vielschichtigen Strukturen, aber ansonsten konnte ich mit diesem Roman einfach absolut und überhaupt gar nichts anfangen – Schade! Eine Empfehlung bekommt „Kushiel: Das Zeichen“ von mir daher leider nicht, auch wenn ich, allein wegen der vielen Empfehlungen, die ich vorher bekommen habe, sicher bin, dass es viele gibt, denen dieser Roman gefällt – ich werde die weiteren Bände der Serie jedenfalls nicht mehr lesen.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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