Rezension zu Nachtjäger: Die Verräterin von J.T. Geissinger

Bereits der erste Teil von J.T. Geissingers „Nachtjäger“-Serie hat mich ziemlich begeistern können, auch wenn es noch die eine oder andere Holprigkeit gab. Diese finden sich im zweiten Teil, „Nachtjäger: Die Verräterin“ kaum noch und das Buch hat mich daher auch richtig überzeugt.

Außerdem muss ich sagen, dass ich mittlerweile ein großer Fan von Serien bin, die zwar eine fortlaufende Geschichte erzählen, das aber anhand der einzelnen Geschichten immer wechselnder Protagonisten tun. So stehen nach Jenna und Leander aus dem ersten Band nun Morgan und Xander im Mittelpunkt der Geschichte – gerade Morgan sollte den Lesern des ersten Bandes ja bereits ein Begriff sein. Sie ist so gänzlich anders als Jenna im ersten Band, war mir aber nichtsdestotrotz sofort sympathisch. Erneut merkt man hier das Talent der Autorin für facettenreiche, originelle und ganz und gar einzigartige Charaktere, bei denen nur selten etwas klar Schwarz-Weiß ist.

Die Geschichte führt dieses Mal nach Rom und genau wie die englischen Wälder im ersten Teil wird auch diese Kulisse von der Autorin sehr atmosphärisch zum Leben erweckt. Dadurch, dass Geissinger nicht einfach nur die Landschaft beschreibt sondern auch die Sinneseindrücke der Itaki in ihre Schilderung mit einfließen lässt, entsteht eine sehr viel dichtere und greifbarere Atmosphäre als bei „normalen“ Beschreibungen der Kulisse.

Auch mit der Handlung selbst konnte mich Geissinger erneut begeistern, denn diese bietet wieder ein faszinierende Mischung aus knisternder Erotik, angenehm realistischer und nachvollziehbarer Liebesgeschichte, gelungenen Dialogen, die vor allem durch den unterschwelligen Humor glänzen, rasanter Action und überraschender Wendungen sowie natürlich mehr Details zum an sich schon so faszinierenden Thema der Itaki und Expurgari – eine einfach fesselnde und überaus spannende Mischung.

Alles in allem konnte mich J.T. Geissinger mit „Nachtjäger: Die Verräterin“ voll und ganz begeistern und ich bin schon wahnsinnig gespannt auf den nächsten Band – dessen Protagonisten sich im Laufe der Geschichte schon andeuten, so wie es im ersten Teil mit Morgan war. Eine dicke Empfehlung an alle Freunde der „erwachseneren“ Urban Fantasy und erfrischend unkitschigen „Romantasy“ (wie ich schon dieses Wort hasse).

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: