Rezension zu Renegade: Tiefenrausch von J.A. Souders

Ich habe in letzter Zeit echt Probleme mit Dystopien. Irgendwie ist das doch oft einfach nur mehr oder weniger das Gleiche. Wenn dann aber mal eine wirklich Abwechslungsreiche Idee daher kommt, dann wage ich mich doch ganz gerne auch nochmal an eine Dystopie.

„Renegade: Tiefenrausch“ ist eine dieser Dystopien, die mich durch ihre ausgefallene Idee gereizt hat. Das Konzept von Elysium, dem Paradies am Grunde des Ozeans, klang vielversprechend.

Leider hatte ich schon nach kurzer Zeit immer wieder das Gefühl, dass J.A. Souders das Potenzial ihrer Idee nicht wirklich voll ausnutzt.

Zwar hat mir die Geschichte rundherum wirklich gut gefallen, die Charaktere waren gut ausgearbeitet, weitestgehend überzeugend und auch die Geschichte ist durchaus fesselnd. Allerdings gab es zwischendurch oft Stellen, an denen ich das Gefühl hatte, dass alles etwas zu glatt und problemlos läuft, dass manche Sachen und Fähigkeiten etwas zu gelegen waren, um wirklich noch realistisch zu wirken.

Dazu kam die Ausdrucksweise, die doch sehr gewöhnungsbedürftig war, auch wenn ich nicht beurteilen kann, in wie weit das noch von der Übersetzung beeinflusst ist.

Alles in allem bin ich zwar nicht zu 100% von „Renegade: Tiefenrausch“ überzeugt, aber es ist ein spannedes und solides Buch, mit faszinierender Grundidee und einigen überraschenden Wendungen. Allerdings habe ich, trotz des recht vielversprechenden Endes, aus irgendeinem Grund große Schwierigkeiten mir vorzustellen, wie diese Serie fortgesetzt werden könnte und bin daher sehr gespannt, wie die Autorin den zweiten Band angehen wird.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

2 Kommentare zu “Rezension zu Renegade: Tiefenrausch von J.A. Souders”

  1. Also mir hat das Buch außerordentlich gut gefallen und ich würde 4 von 5 Sternen geben. Es war anfänglich für mich auch nur eine von diesen ewigen Dystopien (nur dieses Mal unter Wasser) aber dann hat es angefangen wirklich spannend und knifflig zu werden und ich bin dadurch quasi durch die Geschichte geflogen und hat mir sehr gefallen. Evie ist zwar nicht ganz mein Charakter, dafür fand ich aber Gavin toll. Und das Ende war auch spooky, mit den ganzen Blut… Für mich könnte es damit auch enden, müsste gar kein weiterer Teil sein. 🙂
    lg Tina

    1. Freut mich, dass es dir so gut gefallen hat 😉 Mich konnte es halt wie gesagt nicht 100% überzeugen, aber ich bin gespannt wie es wohl weiter gehen wird.

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: