[Reading in English] Rezension zu Rewriting the Ending von HP Tune

Irgendwie passte HP Tunes „Rewriting the Ending“ einfach super zu meinem Urlaub gepasst, bzw. das Cover passte einfach perfekt auf den Flughafen und genau dort habe ich diesen Roman nämlich auch angefangen. Allerdings saß ich dabei mit einem 5€ Wasser auf einer dieser super unbequemen Sitzreihen vor dem Gate und nicht, wie die beiden Protagonistinnen, in irgendeiner superduper Luxuslounge mit kostenlosem Wein und Häppchen. Denn dort strandet die backpackende Autorin Juliet nach auf einer kleinen Flugodyssey von den USA Richtung Belgien – und trifft auf die reiche Erbin Mia, die auf dem Weg nach Schottland ist.

Wie das so ist, die beiden kommen sich trotz ihrer so unterschiedlichen Hintergründe näher, halten Kontakt und entwickeln Gefühle für einander. Aber so ganz ohne Konflikt geht es natürlich nicht, erst ein mittelschweres Unglück bringt die beiden wirklich einander näher, doch auch danach kommt es auch noch mehr oder minder zur Katastrophe – für beide Frauen gibt es einige unschöne Auseinandersetzungen mit der Familie.

Mir sind die beiden Protagonistinnen in diesem Roman zwar einerseits schnell sympathisch geworden, da man viele und sehr überzeugende Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt bekommt, andererseits war mein größtes Problem mit der Geschichte, dass sich 90% der Konflikte ausschließlich in den Köpfen der beiden abspielen – schlechte Erinnerungen, Exbeziehungen, negative Erfahrungen und solche Sachen. Denn um die wirklich durchgehend glaubhaft darzustellen, dafür war der Roman dann doch nicht gut genug.

So ist „Rewriting the Ending“ von HP Tune eine ganz unterhaltsame Mischung aus Drama und Romanze, sehr Charakterorientiert, was gleichzeitig Stärke und Schwäche des Romans war. Für einen Debutroman zeigt die Geschichte aber durchaus viel Potential, allerdings auch noch einigen Raum für Verbesserungen – von mir gibt es dafür 3,5 Sterne und ich bin definitiv neugierig darauf, was es in Zukunft noch so von HP Tune zu lesen geben wird.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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