Rezension zu Nacht an der Donau von Hilde Artmeier

In Regensburg werden kurz nacheinander zwei Frauen mit aufgeschlitzter Kehle gefunden. eine davon direkt vor dem Haus der Ex-Polizistin und Privatdetektivin Anna di Santosa. Dann verschwindet ein Mädchen spurlos und Anna erhält von der attraktiven, aber undurchsichtigen Mutter den Auftrag ihre Tochter Melissa zu suchen. Schnell stellt sich heraus, das die Angaben der Mutter unvollständig oder gelogen sind und je länger Anna, auch im Leben der Mutter, forscht umso mehr Ungereimtheiten tauchen auf. Gleichzeitig ermittelt Annas Exmann als Polizist in den beiden Mordfällen.

Hilde Artmeier hat hier einen rasanten, sehr spannenden Krimi geschrieben. Zwei voneinander unabhängige Fälle, die aber beide das Leben und Arbeiten von Anna di Santosa berühren. Die Handlungsstränge sind klar gezeichnet und logisch aufgebaut und die Spannung steigert sich konsequent bis zum Ende. Hilde Artmeiers Protagonisten sind sehr lebendig und glaubwürdig, so dass man sich als Leser ein Bild von ihnen machen kann. Die Handlung spielt außer in Regensburg auch noch in Wien und in Volterra in der Toskana und alle Orte sind so gut beschrieben, dass man sich gleich zu Hause fühlt.

Hilde Artmeiers gekonnter Umgang mit der Sprache sorgt dafür, das man sich in der Geschichte, neben aller Spannung, einfach wohl fühlt und das Buch am Ende mit großem Bedauern zuklappt. Bitte mehr davon.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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