Rezension zu Elixir von Hilary Duff

Mit diesem Buch konnte ich einfach so gar nichts anfangen. Zwar finde ich die Idee hinter Elixir nicht schlecht, aber ansonsten ist das Buch einfach so dermaßen durchschnittlich und weichgespült, dass mir das Lesen nicht wirklich Spaß gemacht hat.

Das fängt schon mit Clea an. Sie ist reich, schön und blond und das war es im Grunde genommen auch schon. Sie ist nett und für den Leser ist es einfach die Geschichte aus ihrer Perspektive mitzuerleben, aber sie ist eben auch rundum simpel gestrickt. Nicht gerade, weil sie dumm wäre, aber sie ist so naiv wie so viele YA-Heldinnen und ihr fehlt eben jegliche Tiefe.

Mit Sage erging es mir ganz ähnlich, vor allem fehlte mir hier die Hintergrundinformation zu ihm, denn damit hält sich die Autorin wirklich zurück. Dadurch ist es mir unglaublich schwer gefallen wirklich irgendetwas mit ihm anzufangen. Auch er ist einfach so schrecklich glatt und ohne jede Tiefe, ein Phänomen, das sich generell durch dieses Buch zieht.

Den auch die Handlung ist schlicht und ergreifend glatt und ohne Kanten. Es gibt einen roten Faden, der ist eindeutig da, an der logischen Reihenfolge der Handlung hapert es auch nicht wirklich, wenn man einmal davon absieht, dass ich die Aktionen der Charaktere eher selten nachvollziehbar fand. Das Problem war eher, dass die Handlung einfach nur durch und durch vorhersehbar und dadurch ziemlich langweilig war.

Wirklich gut gefallen hat mir hingegen der Schreibstil der Autorin, der ist in der Tat sehr gut, liest sich flüssig und erzeugt, zumindest in der Theorie, erfolgreich eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre. Leider kann das die Sache aber auch nicht mehr retten.

Alles in allem war ich nicht wirklich enttäuscht von diesem Buch, denn ich habe ehrlich gesagt kaum etwas von Hilary Duffs Roman erwartet, sodass meine Erwartungen auch nicht enttäuscht werden konnten, aber schade ist es schon, denn so wirklich Spaß hatte ich an „Elixir“ leider nicht.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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4 Kommentare zu “Rezension zu Elixir von Hilary Duff”

  1. Hilary Duff kannte ich bisher nur als Schauspielerin und Sängerin und nach deiner Rezension bleibt es sicher auch dabei. Ich war ohnehin schon eher skeptisch was das Buch betrifft.
    Liebe Grüße,
    Jenny

  2. Mh das ist wirklich schade. Das Cover hat mir eigentlich sehr gut gefallen, aber auch ich war sehr skeptisch was Hillary Duff als Autorin angeht… aber man will ja eigentlich nicht voreingenommen sein…

    naja aber nach deiner Rezension, weiß ich noch nicht ob ich das Buch überhaupt noch lesen will, auch wenn es auf meiner Wunschliste steht ^^naja mal sehen…

    LG michelle
    http://feinekleinebuecher.blogspot.de/

    1. Genau das mit dem „nicht voreingenommen sein“ dachte ich mir vorher auch, aber das Fazit geht dann leider doch eher in Richtung „Schuster bleib bei deinen Leisten“…

    2. Ja leider klappt es nur in seltenen Fällen, wie wenn Sänger plötzlich versuchen zu schauspielern und umgekehrt… das geht meistens in die Hose 😀 Aber man weiß ja nie…

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