Rezension zu Schandgold von Helge Weichmann

Der zweite Fall für die chaotisch, liebenswerte Historikerin Ernestine (Tinne) Nachtigall und den dicken Reporter Elvis. Tinne hat sich überreden lassen, einem Fernsehteam als Beraterin zur Verfügung zu stehen, das einen Film über das Kellerlabyrinth in Oppenheim dreht. Elvis hat ebenfalls in Oppenheim einen Interviewtermin bei einem dubiosen Fotoshooting. Am Abend nehmen sie gemeinsam an einem Krimidinner teil, bei dem ein Mordansclalg verübt wird. Einige Tage später wird im Kellerlabyrinth eine Mumie gefunden und dann ist da noch der mysteriöse Brief, den sie gemeinsam mit einem pensionierten Lehrer zu entschlüsseln versuchen. Als sie dann auch noch in das Visier einer Neonazibande geraten, dämmert ihnen, dass sie einer großen Sache auf der Spur sind.

Helge Weichmann führt den Leser, wie auch im ersten Buch „Schandgrab“, erst wieder weit zurück in der deutschen Geschichte, erst ins 17.Jahrhundert, als die Oppenheimer Bürger durch marodierende schwedische Truppen um ihr Leben fürchten mussten und dann ins Jahr 1939, wo ebenfalls in Oppenheim der Schwimmbagger „Rheingold“ in Betrieb genommen wurde. Wichtige Hintergrundinformationen für den eigentlichen Krimi. Der ist wie gewohnt sehr schlüssig und spannend aufgebaut und in einem lockeren und humorvollen Schreibstil. Die Hauptcharaktere Tinne und Elvis liebe ich schon seit dem ersten Buch und es war eine Freude sie wieder zu treffen. Aber auch die übrigen Figuren sind sehr gut herausgearbeitet. Wieder eine gelungene Schatzsuche, ich hoffe auf mehr.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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