Rezension zu Die Tote von Kalkgrund von H. Dieter Neumann

Er hat alles verloren, seine Frau, seine Firma und sein Boot. Trost bieten ihm nur noch Frau Sörensen, eine segelohrige Hundedame und der Alkohol. Da taucht die Polizei bei Simon Sörensen auf, seine Noch-Ehefrau wurde tot in der Ostsee gefunden. Die Kriminalkommissare Helene Christ und Edgar Schimmel halten ihn für den Hauptverdächtigen, zumal ein Augenzeuge ihn schwer belastet. Während für Edgar Schimmel, der kurz vor der Pensionierung steht, der Fall bereits geklärt ist, gräbt die junge engagierte Helene Christ etwas tiefer und stößt auf Ungereimtheiten, dabei versucht sie zu ignorieren, dass ihr Interesse an Simon Sörensen nicht nur dienstlicher Natur ist.

Für mich war dies das erste Buch von H. Dieter Neumann und es hat mich sofort begeistert. Der Schreibstil ist flüssig und unterhaltsam und lässt keine Langeweile aufkommen. Mit viel Liebe zum Detail beschreibt er die nördlichste Ecke Deutschlands, die man gerne näher kennen lernen möchte. Der Kriminalfall selber ist logisch aufgebaut und gut recherchiert zu einem sehr aktuellen Thema und die Spannung wird kontinuierlich gesteigert. Seine Protagonisten agieren nachvollziehbar, bleiben aber für meinen Geschmack etwas blass. Der Leser erfährt wenig über ihre Gefühle und ihr Privatleben. .Alles in allem ein lesenswerter Krimi, der keine Längen hat und den ich in einem Rutsch gelesen habe.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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