Rezension zu Assassino von Gerd Ruebenstrunk

Gerd Ruebenstrunk - AssassinoLovelyBooks - In dein Regal stellenGerd Ruebenstrunk – Assassino
 
Verlag: bloomoon
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 384
ISBN: 978-3760786810
 
 
[mygenres]  
 
 
 

Das Auge des Kriegers

Nicht zum ersten Mal macht sich die 17-jährige Kati Bergmann mit dem Archäologen Chris Montiel auf die Suche nach verlorenen Schätzen. Doch bei der Recherche nach einer sagenumwobenen etruskischen Gewandfiebel ist alles anders. Bald wird die Forschungsreise zu einem Wettlauf gegen die Zeit!

In den verwinkelten Gassen Dubrovniks wird Kati überfallen – und von dem geheimnisvollen Ilyas gerettet. Wer ist hinter ihr her? Und warum? Sind die Gerüchte um die magischen Kräfte der Fiebelscheibe etwa wahr? Und welches Geheimnis steckt hinter Ilyas Herkunft und seinen unglaublichen kämpferischen Fähigkeiten? Vor der exotischen Kulisse Dubrovniks und Istanbuls fügen sich Geschichte, Magie und Abenteuer zu einem bunten Teppich, dessen Muster unglaubliche Geheimnisse offenbart. Fremde werden zu Verbündeten und eine einfache Recherchereise zu einem gefährlichen Wettlauf mit düsteren Gestalten. Wer wird das Ziel erreichen?

 
 
Meinung:
 
Mit diesem Buch bin ich leider einfach nicht warm geworden. „Assassino“ klang eigentlich super faszinierend und die Idee hat mir wirklich gefallen. Und dazu kommt noch die Wahl der Handlungsorte, denn Orte wie Dubrovnik sind nun einmal nicht unbedingt die gängigsten Handlungsorte für Jugendromane. Aber leider bin ich mit der Umsetzung der Geschichte einfach nicht klar gekommen.

Nach einer Weile habe ich weder von der eigentlichen Story noch von der Szenerie wirklich etwas mitbekommen. Zwar halte ich die Jagd nach der magischen Fibel nach wie vor für sehr spannend, aber die gesamte Geschichte ist irgendwie im Sande verlaufen. Kaum taucht der mysteriöse Ilyas auf, ist die Fibel plötzlich völlig nebensächlich und keiner macht sich mehr die Mühe sie zu suchen. Und das Geheimnis von Ilyas ist auch lange, lange Zeit bevor Kati und Co. daher gekommen sind offensichtlich gewesen – und wird dabei aber nicht so sehr genutzt, wie man das hätte tun können.

Dazu kam, dass ich mit den Charakteren einfach nichts anfangen konnte. Da wäre zu aller erst einmal Kati: Sie ist 17 und hat angeblich einen IQ von 198. Und allem Anschein nach reist sie relativ regelmäßig durch die Weltgeschichte. Aber sie benimmt sich grenzenlos naiv und ist ziemlich begriffsstutzig. Dazu kommt noch, dass ich sie und ihre Handlungen fast nie nachvollziehen konnte. Sie wirkte irgendwie platt und blass und macht im Laufe der Geschichte einige wirklich unschöne Gefühlschwankungen durch, die ich leider nicht einfach so als Teeny-Launen abtun konnte.

Generell ist es mir beim besten Willen nicht gelungen, mich auch nur ansatzweise mit den Figuren anzufreunden. Ich fand diese nicht nur blass sondern ehrlich gesagt weitestgehend unglaubwürdig konstruiert, da hier, für mich, Wort und Tat nur in den seltensten Fällen zusammen passen. Und unter diesen Widersprüchlichkeiten hat für mich dann auch die Geschichte gelitten, bei der ich ab einem gewissen Punkt das Gefühl hatte, dass sie einfach nicht mehr vom Fleck kommt :/

Alles in allem gibt es von mir eindeutig keine Empfehlung für Gerd Ruebenstrunks „Assassino“, auch wenn ich mir sicher bin, dass es seine Fans finden wird. Es tut mir irgendwie echt leid, weil ich die Idee hinter diesem Buch wirklich toll fand, aber die Umsetzung hat mir absolut nicht zugesagt. Schade…
 
 


 
 
Mit herzlichem Dank an den Bloomoon Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Bloomoon Verlag
 
 
2 Sterne - Geht so

 
 
Der Autor
 
Gerd Ruebenstrunk ließ sich jedenfalls von den Büchern Karl Mays in jungen Jahren am liebsten in faszinierende fremde Welten entführen, und die May‘sche Figur des „blauroten Methusalem“ weckte in dem Buben aus Gelsenkirchen den hehren Wunsch, ebenso wie jener sein Leben dem Studium zu widmen, um irgendwann ein Universalgelehrter zu werden…

Und tatsächlich hat Gerd Ruebenstrunk seitdem schon ziemlich viel gelernt und erlebt: Er war Sprachlehrer und Kneipenwirt, Lektor und Discjockey, außerdem Texter und Kreativdirektor für Agenturen und fürs Fernsehen. Nicht zu vergessen: Tellerwäscher, Flaschenabfüller und Schaufenster-puppenverpacker.

Heute arbeitet er als PR-Autor und freier Werbetexter. Und am wichtigsten: Er schreibt Bücher!
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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