[Reading in English] Rezension zu Ex-Wives of Dracula von Georgette Kaplan

Uuuuh, lesbische Vampire 😍 Ähm, ja, es gibt Gründe, warum ich „Ex-Wives of Dracula“ von Georgette Kaplan trotz des wirklich grässlichen Covers ohne großes Zögern sofort auf meine Wunschliste gesetzt habe. Leider konnte mich die Geschichte letztendlich dann doch nicht so sehr überzeugen, auch wenn sie eindeutig nicht so schlecht war, wie es das Cover ist.

Ich denke, mein größtes Problem war der ziemlich zähe Anfang, denn die Geschichte braucht eine ganze Weile, bis sie wirklich ins Rollen kommt und das macht sie nicht direkt fesselnd und sorgt für einen alles anderen als flüssigen Einstieg in die Geschichte. Zwischendurch habe ich mich wirklich gefragt, ob das überhaupt das richtige Buch ist, denn die paranormalen Elemente tauchen erst nach dem entscheidenden Vampirangriff auf, vorher ist die ganze Geschichte reichlich langweiliges Teenydrama mit mäßig interessanten Protagonisten.

Denn während ich Mindy ganz okay fand – auch wenn ihr scheinbar aussichtsloses Geschwärme für Lucia dezent nervig war -, war das Objekt ihrer Schwärmerei eine eigentlich einfach nur anstrengend und hat relativ unangemessene Kommentare von sich gegeben. Überhaupt muss ich sagen, dass ich den Humor in diesem Roman teilweise grenzwertig und insgesamt recht überzeichnet fand – es gab Stellen, die offensichtlich humorvoll gemeint waren, aber bei mir einfach nicht so ankamen und insgesamt war die Geschichte tatsächlich lustiger, wenn sie nicht versucht hat witzig zu sein, da das an vielen Stellen sehr erzwungen wirkte – und einige der Dialoge waren recht hölzern und anstrengend zu lesen.

Trotzdem, nachdem die Geschichte einmal Fahrt aufgenommen hatte, wurde sie wirklich unterhaltsam – und ziemlich abgedreht, allerdings auf eine Art und Weise, die mir ausgesprochen gut gefallen hat. Die Geschichte kommt mit ein paar wirklich guten Ideen daher, die ganze Vampirsache ist witzig und gruselig zugleich und auch sonst ist der Roman stellenweise durchaus recht explizit und gehört zu den wenigen YA-Romanen mit tatsächlichen Sexszenen, die ich bisher gelesen habe.

Alles in allem haben mir der zähe Anfang und die hölzernen Dialoge den Einstieg in den Roman leider etwas vermiest, aber trotzdem fand ich „Ex-Wives of Dracula“ eigentlich sehr unterhaltsam, es hat halt nur etwas gedauert, bis ich mit Georgette Kaplans Vampirgeschichte warm geworden bin. Für Leute, für die lesbischer YA-Vampirroman interessant klingt, ist es definitiv einen Versuch wert, ich empfehle aber einen Blick in die Leseprobe zu werfen und die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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