Rezension zu Wild Cards: Der Sieg der Verlierer von George R.R. Martin (Hrsg.)

Ich muss zugeben, ich bin extrem verwirrt. Beim ersten Band „Das Spiel der Spiele“ habe ich noch geschrieben, es handle sich um den ersten Teil einer neuen „Wild Cards“-Reihe, die zwar an die 22-teilige „Wild Cards“-Reihe aus den 80/90er-Jahren anschließt, aber nicht direkt Teil davon ist und ich muss zugeben, ich habe gerade keine Ahnung mehr, wie ich da vergangenes Jahr drauf gekommen bin. „Wild Cards: Der Sieg der Verlierer“ ist offiziell Band 19 der Reihe und im Vergleich zum vorherigen Teil merkt man das hier auch tatsächlich, denn ich hatte große Schwierigkeiten mich in der Geschichte zurecht zu finden.

So bin ich nach wie vor ein großer Fan der Art, in der diese Geschichte erzählt wird – zusammengesetzt aus Kurzgeschichten verschiedener Autoren, die alle gemeinsam eine zusammenhängende Geschichte ergeben – und auch inhaltlich gefällt mir „Wild Cards“ mit seinen mutierten Superhelden theoretisch wirklich gut, aber in dieses Buch bin ich einfach nicht hineingekommen. Es gibt eine große Flut an Namen, die einen schon auf den ersten Seiten quasi überrollt und da fast jeder Charakter auch noch mehrere Namen hat, war es für mich quasi eine Unmöglichkeit hier den Überblick zu behalten. Mit der Handlung ging es mir leider ganz ähnlich, auch hier hatte ich große Probleme. Theoretisch ist sie etwa ein Jahr nach den Ereignissen des letzten Bandes angesiedelt, praktisch hatte ich dummerweise das Gefühl, dass mir einfach sehr viel entgangen ist.

Alles in allem fand ich „Wild Cards: Der Sieg der Verlierer“ daher doch recht enttäuschend, denn im Gegensatz zum ersten Teil hat hier für mich das Konzept aus vielen Kurzgeschichten verschiedener Autoren einen Roman, eine Art Mosaik-Roman, zu machen nicht gut funktioniert, ich hatte große Probleme durch die Handlung durchzusteigen und auch wenn mich Idee und Konzept noch immer begeistern können, wirklicher Lesespaß wollte hier nicht aufkommen, daher reicht es auch definitiv nicht für eine wirkliche Empfehlung. Schade!

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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