Rezension zu Dreckswetter und Morgenröte von Geoff Rodkey

Alleine das Cover von „Dreckswetter und Morgenröte“ hat mich ja schon auf den ersten Blick in seinen Bann gezogen. So herrlich knatschebunt und ausgefallen schreit es geradezu „Abenteuer! Piraten! Schätze!“. Und genau das hält die Geschichte dann auch für den Leser bereit.

Denn die Welt, die Debütautor Geoff Rodkey hier geschaffen hat, ist randvoll mit Piraten. Ein wenig erinnert die alternative Welt an die Atmosphäre des britischen Königreichs im 18. oder 19. Jahrhundert, ist dabei aber viel humorvoller, verspielter, bunter. Und eben wirklich voll mit Piraten. Die segeln hier nicht nur munter plündernd über die Meere sondern arbeiten auch als Haushälter oder Plantagenarbeiter.

Egbert, der „Held“ des Romans, ist kein Pirat, sondern eins von drei Kindern eines Plantagenbesitzers – seine Geschwister heißen übrigens Venus und Adonis, wenn da mal nicht von Anfang an klar ist, wer hier die Rolle des Aschenputtels übernehmen darf… Doch dann sorgt eine Reihe unerwarteter Ereignisse dafür, dass Egbert plötzlich ganz auf sich allein gestellt ist und mitten im größten Abenteuer seines Lebens steckt.

Dabei trifft er auf eine ganze Reihe faszinierender Figuren – darunter natürlich auch einige Piraten – von denen eine ausgefallener ist als die andere. Generell waren es, neben der eigens für diese Geschichte geschaffenen Welt, gerade die Charaktere, die mich schnell in ihren Bann gezogen haben. Sie sind ganz unterschiedlich und facettenreich, es gibt gute und böse Gestalten und die eine oder andere Grauzone dazwischen und genau diese Mischung macht die Geschichte so rund.

Denn es ist wirklich einfach sich in Rodkeys Piratenwelt fallen zu lassen und zusammen mit Egg ins Abenteuer einzutauchen. Zugegeben, anfangs hätte ich mir ein paar mehr Erklärungen gewünscht, denn man wird wirklich mitten in diese abenteuerliche Welt hineingeworfen, aber das ändert nichts daran, dass mir „Dreckswetter und Morgenröte“ von Geoff Rodkey alles in allem trotzdem sehr, sehr großen Spaß gemacht hat und ich das Buch nur allen abenteuerlustigen Leseratten empfehlen kann.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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