Rezension zu Alice im Zombieland von Gena Showalter

Ursprünglich hatte ich eigentlich mal darauf gehofft, dass es sich hier um eine Nacherzählung des titelgebenden Werks von Lewis Carroll handelt. Dass das nicht der Fall ist, war nach den ersten Rezensionen allerdings schnell klar, was wohl ganz gut war, weil ich dadurch nicht mit völlig falschen Vorstellungen ans Buch gegangen bin.

Trotzdem konnte ich mit „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter nur begrenzt etwas anfangen, denn ich bin mit den Charakteren einfach nicht klar gekommen. Vor allem Alice war für mich völlig uninteressant. Ich hatte absolut keinen Draht zu ihr, sie war von der ersten bis zur letzten Seite ein absolut unbeschriebenes Blatt für mich, ihre Gedankengänge und Handlungen oftmals nicht nachvollziehbar.

Sie scheint über allem zustehen, besser zu sein als alles, unnahbar und unantastbar. Und trotzdem ist sie gleichzeitig so ein schrecklich klischeehaft hormongesteuerter Teenager… Überhaupt nicht mein Fall. Aber wenn einer was für Instant-Liebe übrig hat, dann dürfte zumindest der letzte Punkt nicht störend sein. Für mich war die Beziehung zwischen Ali und Cole allerdings ziemlich lächerlich.

Und passt die Protagonistin nicht, wird das mit der restlichen Geschichte logischerweise auch schwer. Und so war es dann auch. Ich hatte einfach immer wieder Probleme damit die Logik in den einzelnen Handlungselementen zu finden. Vieles an der Geschichte war einfach Klischee und die paranormalen Elemente, die das wieder hätten aufwiegen können, waren mir zu zusammenhanglos und oberflächlich umgesetzt.

Schade, aber mein Fall war „Alice im Zombieland“ von Gena Showalter nicht. Für meinen Geschmack war die Geschichte insgesamt zu oberflächlich abgehandelt, ihr fehlte in so ziemlich allen Bereichen die Tiefe und so richtig nachvollziehbar waren viele Dinge auch nicht. Ob ich den zweiten Teil wirklich lesen möchte, weiß ich daher auch noch nicht wirklich.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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