Rezension zu Bitterzart von Gabrielle Zevin

Gabrielle Zevin - BitterzartLovelyBooks - In dein Regal stellenGabrielle Zevin – Bitterzart
 
Originaltitel: All These Things I’ve Done
Verlag: FJB
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 544
ISBN: 978-3841421302
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „Bitterzart
 
 

Ein Mädchen zwischen High School und Verbrechen, zwischen Liebe und Verantwortung

New York 2083: Wasser und Papier sind knapp, Kaffee und Schokolade sind illegal. Smartphones sind für Minderjährige verboten und um 24 Uhr ist Sperrstunde. Die Balanchine Familie ist das Zentrum des illegalen Schokoladenhandels in New York. Doch die Eltern von Anya Balanchine sind bereits tot, und Anya ist mit 16 Jahren das Familienoberhaupt. Sie kümmert sich um ihre Geschwister und die kranke Großmutter, und versucht, sie alle möglichst aus dem illegalen Familiengeschäft rauszuhalten.
Von ihrer ersten großen Liebe Win kann sie sich allerdings nur sehr schwer fernhalten, dabei ist er ausgerechnet der Sohn des Oberstaatsanwaltes – ihres schlimmsten Feindes…

„Komm, wir gehen direkt zu meinem Vater“, sagte Win plötzlich.
„Und sagen ihm was?“
„Dass unsere Liebe so stark ist, dass er sie nicht verbieten kann.“

Eine Familie wie die Corleones, eine Liebe wie in Romeo und Julia – der erste Band der einzigartigen neuen Serie von US-Bestsellerautorin Gabrielle Zevin

 
 
Meinung:
 
Zu aller erst einmal: Ich LIEBE dieses Cover. Die gesamte Designart, die Farben, das alles wirkt einfach so stimmungsvoll und passt perfekt zum Buch. Jedes Detail, von den Kakaobohnen bis zur New Yorker Skyline, passt genau zur Geschichte, was dieses Cover zu einem der passendsten Buchcover macht, das ich seit langem gesehen habe.

Und nun zur Geschichte: Mit der ist es mir ganz ähnlich ergangen, wie mit dem Cover. Schon auf den ersten Seiten erschafft Gabrielle Zevin hier eine Atmosphäre, die mich sehr an Geschichten aus dem New York zur Zeit der Prohibition erinnert haben und ganz ähnlich ist die Situation auch in Zevins New York, siebzig Jahre in der Zukunft. Nur ist es hier nicht der Alkohol, der illegal ist sondern es sind Kaffee und Schokolade. Und im Zentrum des Handels mit dieser illegalen Ware steht die Balanchine Familie.

Protagonistin von „Bitterzart“ ist die 16-jährige Anya Balanchine, die Tochter des ehemaligen Mafiabosses, deren Eltern beide bereits verstorben sind und die nun so gut wie irgend möglich versucht sich selbst, ihre Geschwister und die kranke Großmutter aus dem Familiengeschäft herauszuhalten. Und sie ist verliebt. In niemand anderen als Win, den Sohn von New Yorks Oberstaatsanwalt. Und dieser ist verständlicher Weise nicht allzu begeistert von der Beziehung seines Sohnes.

Damit schaft die Autorin nicht nur diese schon erwähnte gerade zu nostalgisch anmutende Atmopshäre, die mir in Kombination mit den dezenten futuristischen Elementen der Geschichte wirklich hervorragend gefallen hat und für einen absolut faszinierenden Hintergrund für diese Geschichte sorgt, sondern gibt dem ganzen tatsächlich auch ein gewisses Romeo und Julia Feeling, denn die Stimmung zwischen den Familien unserer beiden Verliebten hier ähnelt der zwischen Capulets und Montagues in Shakespeare Tragödie doch deutlich.

Und auch die Charaktere, allen voran Anya, fand ich wirklich toll. Zevin versteht es hervorragend Anya mit all ihren Konflikten, die entstehen wenn eine 16-Jährige unerwartet quasi zum Oberhaupt einer Mafiafamilie wird, auf realistische und sehr greifbare Art zu schildern, sodass es für mich wirklich sehr leicht war, ihr durch diese Geschichte, durch dieses Stück ihres Lebens zu folgen. Dabei konnte ich gar nicht anders, als sie für ihre Stärke zu bewundern und mich gleichzeitig darüber zu freuen, wenn sie die Chance hatte, das Kind, das sie ja doch eigentlich noch ist, raus zu lassen. Auch die anderen Charaktere waren allesamt faszinierend und sehr facettenreich, sie alle haben hervorragend in diese Welt gepasst und der Geschichte sehr viel Tiefe verliehen.

Alles in allem ist „Bitterzart“ von Gabrielle Zevin eine faszinierende Mischung aus einer Art Weiterentwicklung/Renaissance der Roaring Twenties mit einem großzügigen Touch Romeo und Julia, die durch die vielschichtigen Charaktere und den lockeren, prägnanten Schreibstil der Autorin zu etwas ganz besonderem wird. Lesen!
 
 


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Mit herzlichem Dank an den FJB Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
FJB
 
 
Absolutes Highlight

 
 
Die Autorin
 
Gabrielle Zevin hat in Harvard Literatur studiert und lebt in Los Angeles. Sie hat bereits mehrere Romane sowie Drehbücher verfasst. Ihre Bücher wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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5 Kommentare zu “Rezension zu Bitterzart von Gabrielle Zevin”

  1. Vielen Dank für deine Rezension – ich habe das Buch schon auf meiner Wunschliste stehen, weil mich der Klappentext schon angesprochen hat. Durch deine Rezension bin ich jetzt noch neugieriger auf das Buch.

  2. Ja, suuuuper! Mit jeder Rezi die ich lese, will ich das Buch mehr und mehr haben 😀 Aber danke, dass deine Rezi meinen Kaufwunsch auf jeden Fall bestärkt!

  3. Schon allein wegen der Tatsache, dass es in dem Buch um eine Welt geht in der Kaffee und Schokolade, meine zwei absoluten Lebenselixire zu einem verbotenen Gut werden, wäre eigentlich schon ein Grund für mich das Buch zu lesen. 😀 Allerdings habe ich bisher eher verhaltene Rezensionen zu Bitterzart gelesen, deswegen bin ich froh mal eine vollauf Begeisterte zu lesen! Werde mir das Buch jetzt auf jedenfall auch mal zu Gemüte führen!
    Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und es wäre schade wenn ich doch eine tolle Story verpassen würde 🙂

    Liebe Grüße,
    Michelle ( http://feinekleinebuecher.blogspot.de/ )

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