Rezension zu Grappa und die stille Glut von Gabriella Wollenhaupt

Sommerloch beim Bierstädter Tageblatt. Da muss eine Serie her und das Thema „Stalking“ ist dafür wie geschaffen. Als sich bei Maria Grappa ein Pfarrer meldet, der von einer über siebzigjährigen Frau gestalkt wird, ist das genau die richtige Story für die Zeitung. Doch kurze Zeit später wird der Pfarrer bestialisch ermordet und mit dem Spaß ist es vorbei. Hat die betagte Stalkerin etwas mit dem Mord zu tun? Ihre sechsjährige Tochter verschwand vor beinahe fünfzig Jahren, oder liegt der Grund in der Vergangenheit des Pfarrers, der vor gut zwanzig Jahren ein Ferienlager geleitet hat, in dem eine junge Frau zu Tode kam? Maria Grappa muss tief in der Vergangenheit graben, um Licht in die Geschehnisse zu bringen.

Gabriella Wollenhaupt hat mit Maria Grappa eine Kultfigur geschaffen. Mit ihrer frechen Ruhrpottschnauze geht sie jetzt bereits zum fünfundzwanzigsten Mal einem Verbrechen auf den Grund. Der Krimi ist wieder logisch und mit steigender Spannung aufgebaut, lässt aber auch den Humor nicht zu kurz kommen. Grappas Figur ist gut gezeichnet und sie hat sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Auch die übrigen Protagonisten sind sehr lebendig, wofür alleine schon, die oft sehr treffende Namensgebung sorgt. Kurzum, wieder ein Krimi mit viel Spannung, zum Wohlfühlen, zum Lachen und zum Miträtseln. Ich hoffe Maria Grappa muss noch viele weitere Fälle lösen.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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