Rezension zu In Teuffels Küche von Eva Klingler

Paulina Teuffel hat vor kurzem ihre Mutter beerdigt und ist jetzt mit 57 Jahren in den Vorruhestand gegangen. Ihr Leben lang wurde sie von ihrer Mutter darauf gedrillt etwas Besseres zu sein und sich auch entsprechend zu verhalten. So ist aus ihr eine alte Jungfer geworden, die ihren Ruhestand akribisch plant mit Dingen, die eine Dame aus besseren Kreisen so macht. Da meldet sich plötzlich der Geist ihrer längst verstorbenen Großmutter bei ihr, die einst auf dem Weg nach Paris mit ihrem Liebhaber bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Oma hat es sich zum Ziel gesetzt, Abwechslung in Paulinas trübes Leben zu bringen und mischt sich ungefragt in alles ein. So kommt es, dass Paulina plötzlich Dinge macht, bei der sich ihre selige Mutter im Grab herumdrehen würde, die ihr aber zunehmend mehr Spaß machen.

Von Eva Klingler habe ich schon viele gute Krimis gelesen und mit Paulina Teuffel hat sie wieder eine neue Figur geschaffen, die noch viel Potenzial hat. Die Wandlung der altjüngferlichen Vorruheständlerin zur reifen Frau und zur „Miss Marple“ von Karlsruhe ist mit viel Humor beschrieben und hat mich häufig zum Lachen gebracht. Gleichzeitig hat Eva Klingler eine gute Kriminalgeschichte eingebaut, die zuerst parallel zu Paulinas Geschichte läuft, bis beide irgendwann zusammentreffen und Paulina die Möglichkeit geben ihren ersten Kriminalfall zu lösen. Die Story ist spannend und logisch aufgebaut, mit sehr guten Charakterisierungen der einzelnen Protagonisten, ich hoffe sehr, dass es nicht bei diesem einen Fall bleibt.

 

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

Alle Beiträge von ChristineBorg »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: