Rezension zu Monument 14 von Emmy Laybourne

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich in letzter Zeit (seit Anfang des Jahres genau genommen) ausgesprochen viele Bücher erwische, die einfach nicht mein Fall sind. Klar, es gibt immer wieder das eine oder andere Highlight dazwischen, so wie „Zum Teufelchen mit dir“, „Throne of Glass: Die Erwählte“ oder „Drachenstern: Gewandelt“, aber von den zehn Büchern, die ich dieses Jahr bislang rezensiert habe, haben fünf Stück nur drei Sterne oder weniger bekommen – und leider ist Nummer Elf, „Monument 14“ von Emmy Laybourne, da keine Ausnahme, sondern schließt sich dem Trend an…

Wieder einmal finde ich die Idee hinter dem Buch an sich eigentlich toll. Denn im Gegensatz zu all den anderen Dystopien, bei denen man meist irgendwann in ferner (oder auch nicht ganz so ferner) Zukunft vor vollendete Tatsachen gestellt wird, erlebt man als Leser bei „Monument 14“ (wie z.B. auch bei „Wir sind verbannt“ von Megan Crewe) die weltverändernden Ereignisse aus erster Hand mit. In diesem Fall ist es eine Flutkatastrophe, die die Welt ins Chaos stürzt und deren Folgen der Leser hier an der Seite von Protagonist Dean hautnah miterlebt.

Und damit fangen meine Probleme mit Ms. Laybournes Roman auch schon an. Denn ich muss ehrlich zugeben, mit männlichen Protagonisten, gerade mit Jugendlichen, habe ich generell sehr oft so meine Probleme. Wenn diese die Geschichte dann auch noch aus der Ich-Perspektive erzählen, dann wird’s wirklich kritisch. Und im Fall von „Monument 14“ habe ich es einfach nicht geschafft mich mit Dean als Ich-Erzähler anzufreunden. Ich mag detailreiche und eventuell auch etwas blumige Erzählungen. In diesem Roman jedoch ist die Sprache, absolut passend zu Deans Charakter, sehr nüchtern, klar und schnörkellos und damit konnte ich nichts anfangen.

Dazu kommt, dass alle Figuren in „Monument 14“ irgendwie flach bleiben. Zumindest habe ich keine großartige Bindung zu den Charaktern aufbauen können, sodass sie mir zwar nicht direkt egal waren, wirklich emotional involviert war ich aber nicht. Das lag zum einen daran, dass mir der Schreibstil einfach nicht zugesagt hat, zum anderen aber auch daran, dass ich immer wieder das Gefühl hatte, dass die Autorin in ihrer Erzählung immer wieder ins Abstruse abdriftet, die Handlung nicht wirklich voran kommt und eine Reihe von Entscheidungen und Entwicklungen für mich einfach nicht nachvollziehbar war. Dadurch wirkt das Geschehen oft überzeichnet, weshalb ich dem Buch auch die dramatische Atmosphäre nur begrenzt abkaufen konnte.

Alles in allem war „Monument 14“ leider einfach nicht meins. Mit dem Schreib und Erzählstil konnte ich nicht wirklich viel anfangen und ich denke, das hat auch dazu geführt, dass mir viele andere Elemente in der Geschichte, wie eben auch die restlichen Figuren und der Spannungsaufbau nicht gefallen haben. Schade, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass das Buch trotzdem seine Fans finden wird 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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