Rezension zu Die Schattenjäger: Das offizielle Handbuch

Auch dieses Büchlein liegt hier seit einiger Zeit herum, es ist zusammen mit der schicken Filmausgabe von Cassandra Clares „City of Bones“ und dem restlichen Schnickschnack zum Film in einem dicken Paket vom Arena Verlag gekommen und da ich doch so neugierig bin und gerne wüsste, was ich eigentlich verlose, habe ich mal reingeblättert und mir dann kurzer Hand eine eigene Ausgabe besorgt. Im Gegensatz zum grandiosen Roman selbst sowie dem anderen lustigen Schnickschnack bin ich mir bei diesem „Handbuch“ allerdings eher unschlüssig, was ich davon halten soll.

Schick anzusehen ist dieses Büchlein definitiv, keine Frage, und das nicht nur von Außen sondern auch im Inneren, denn das Schattenjäger Handbuch strotzt nur so vor bunten Bildchen aus dem Film – hier werden aber bei näherem Hinschauen schon erste Zweifel laut. So sind bunte Setbilder zwar in Hülle und Fülle vorhanden aber meist sehr, sehr klein und immer wieder stolpert man über Bilder, die einem zuvor schon einmal begegnet sind. Und da dieses Handbuch schon nur etwas über 100 Seiten hat, ist es doch irgendwie schade, dass ein Teil des Platzes für doppelte Bilder „verschwendet“ wird.

Dazu kommt natürlich: Bei nur 125 und massenweise Bildern bleibt, naturgemäß, nicht mehr wirklich viel Platz für Text. So hält sich dieser dann doch auch ziemlich in Grenzen, was ich gerade bei den Steckbriefen zu den einzelnen Figuren sehr schade fand, hier hätte ich mir doch mehr bzw. ausführlichere Infos gewünscht.

Generell bin ich mit dem Inhalt dieses Buchs nicht wirklich glücklich. Anstatt spannende und interessante Hintergrundinfos zu bieten, die auch für eingefleischten Schattenjäger-Fans vielleicht noch die eine oder andere Überraschung bereit halten und die auch diejenigen, die bislang weder Buch noch Film kennen weitestgehend spoilerfrei genießen können, wird im Grunde genommen nur die Geschichte nacherzählt. Für Fans also nichts neues und für alle anderen Spoiler.

Das klingt jetzt alles in allem ziemlich negativ und ich bin auch wie gesagt wirklich nicht glücklich mit diesem Buch, aber es war trotzdem ganz interessant durch zu blättern und für Fans ist es auf jeden Fall eine schicke Ergänzung – nur sollte man wirklich vorher das Buch gelesen oder zur Not eben auch nur den Film gesehen haben.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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