Rezension zur Anthologie Den nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um

Eigentlich sind Thriller ja wirklich nicht meins und mit Anthologien habe ich im Allgemeinen auch eher so meine Schwierigkeiten – die Mischung aus diesen beiden Dingen fand ich zu meinem großen Erstaunen allerdings gar nicht schlecht. In „Den nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um“ sind Weihnachtsgeschichten von 12 bekannten, meist deutschsprachigen Thrillerautoren (da die meisten von ihnen sogar mir ein Begriff sind, werden sie wohl wirklich recht bekannt sein ;)):

– Petra Busch – Nur ein Schneehase
– Daniel Holbe – Wer braucht schon Josef?
– Sven Koch – Stille Nacht
– Alex Berg – Wintermärchen
– Karen Rose – Schsch!
– Simone Buchholz – Das kalte Licht
– Heinrich Steinfest – Das Gift der Welt
– Zoë Beck – Rot wie Schnee
– Markus Stromiedel – Winterschlaf
– Frank Göhre – Die kalte Spur des Vergessens
– Claudio M. Mancini – Weiß wie Schnee
– Markus Heitz – Weihnachtsmarkt

Eins der Dinge, die mir an dieser Anthologie so gut gefallen haben, ist die große Bandbreite der Geschichten, der Erzähl- und Schreibstile und die Tatsache, dass jede Geschichte dadurch etwas wirklich ganz eigenes hat und man ihr das auch schon nach den ersten Worten anmerkt.

Das führt aber natürlich gleichzeitig auch dazu, dass die „Qualität“ der Geschichten meiner Meinung nach von „doch eher miserabel“ bis hin zu „einfach grandios“ reicht, aber das lässt sich wohl bei keiner Anthologie, besonders nicht bei einer so vielfältigen, vermeiden und ist für mich bei solchen Geschichtensammlungen daher auch kein wirklicher Minuspunkt, zumindest solange ich nicht alles einfach nur schrecklich finde 😉

In den meisten Fällen gelingt es den Autoren hervorragend auf nur wenigen Seiten große Spannung und eine faszinierende Handlung zu entwickeln, sodass mich die meisten Kurzgeschichten schnell in ihren Bann gezogen und sehr gut unterhalten haben. Dass auch inhaltlich völlig unterschiedliche Themen gewählt wurden – sieht man einmal vom Bezug zur Weihnachtszeit ab, den ja dann doch alle gemeinsam haben -, sorgt für eine angenehme Abwechslung und Vielfalt.

Alles in allem fand ich die Weihnachtsanthologie „Den nächsten, der FROHE WEIHNACHTEN zu mir sagt, bringe ich um“ super unterhaltsam, nur ein paar der 12 Geschichten haben meinen Geschmack so gar nicht getroffen und meine Euphorie etwas gedämpft. Insgesamt aber für mich, die ich mit Thrillern und Krimis ja eigentlich gar nichts anfangen kann, eine wahnsinnig spannende und oft auch witzige Erfahrung.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

Alle Beiträge von Rike »

Hinterlasse einen Kommentar

Du kannst die folgenden HTML Codes in deinem Kommentar verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*

%d Bloggern gefällt das: