Rezension zu Im Schatten der Giganten von David Tallerman

Auch wenn ich schon beim Namen des Protagonisten Zweifel hatte, ich meine, Easie Damasco?, das klingt doch schon irgendwie relativ bescheuert. Aber die Inhaltsangabe und gerade dieser letzte Satz klang einfach total verlockend… Leider hat sich relativ schnell herausgestellt, dass das Buch nicht einmal ansatzweise damit mithalten kann.

Easie ist der typische Antiheld, weitestgehend unsympathisch, wenn auch nicht ohne das Potential zur Besserung. Er hat eine große Klappe hinter der tatsächlich nicht allzu viel hinter ist und auch das, was er von sich gibt, ist nur begrenzt lustig und meistens eher altbekannt und langweilig. Leider waren er und alle anderen Charaktere auch sonst so gar nicht herausragend, sondern allesamt sehr mittelmäßig und haben dadurch bei mir höchstens durch ihre negativen Eigenschaften nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

So ähnlich ging es mir mit dem gesamten Buch, denn genau wie die Charaktere ist auch die Handlung durchschnittlich. Dabei fand ich den Anfang noch ganz spannend, denn Easie hängt im wahrsten Sinne des Wortes schon am Galgen, als er so gerade eben noch gerettet wird. Und dann fängt eine ewige Wiederholung der immer gleichen Struktur an: Easie landet irgendwo, bringt sich mit seiner großen Klappe in Schwierigkeiten, flieht und landet dann wieder irgendwo, und so weiter und so fort.

Eigentlich sollte man ja meinen, dass man hier als Leser an der Seite des Helden quasi durch die Geschichte fliegt oder zumindest hetzt, aber leider ist dem nicht so. Selbst wenn die ewigen Wiederholungen nicht irgendwann sowieso nervig werden würden, wirkt die gesamte Handlung auch noch furchtbar in die Länge gezogen.

Zwar war der Anfang interessant und auch die Idee ist eigentlich wirklich gut, der Protagonist wirkt aber leider einfach nur egozentrisch und unfähig und die Handlung ist repetitiv und langatmig. Meiner Meinung nach ist “Im Schatten der Giganten” daher leider nicht empfehlenswert.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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