Rezension zu Die Brücke der Gezeiten: Ein Sturm zieht auf von David Hair

„Die Brücke der Gezeiten“ ist wirklich High Fantasy vom Feinsten. Hier gibt es zahlreiche Nationen, die im Krieg mit einander liegen, eine große Riege unterschiedlichster Charaktere, die alle irgendwie miteinander verbunden ist, und eine Welt voller Magie, alles verbunden durch ein komplexes Netz aus Beziehungen, Handlungen und Geschehnissen, das einen schnell in seinen Bann zieht.

Allerdings ist der Auftakt dieses Buchs, wie bei einer sowohl was die Szenerie als auch die Charaktere angeht dermaßen umfangreichen Geschichte kaum anders zu erwarten, erst einmal recht langsam, langatmig. Für den Leser gibt es massenweise zugegebenermaßen auch durchaus notwendige und hilfreiche Informationen, die jedoch in so geballter Form daher kommen, dass man sich da auch erst einmal durchbeißen muss. Hat man diese anfängliche Hürde jedoch einmal überwunden, offenbart sich nach und nach die Komplexität dieser Geschichte. Alles und alle stehen irgendwie in Verbindung miteinander.

Es wird beim Lesen allerdings auch schnell deutlich, dass es hier doch einige Parallelen zwischen unserer realen Welt und der, die Hair für diesen Epos geschaffen hat, gibt. So gibt es in „Die Brücke der Gezeiten“ nicht nur einen ganz klaren Ost-West-Konflikt, die betreffenden Kulturen weisen auch immer wieder frappierende Ähnlichkeiten mit uns bekannten Kulturen auf, sogar diverse Begriffe und Städtenamen kommen einem irgendwie bekannt vor. Ich bin mir ehrlich gesagt noch nicht sicher, ob ich diese starke und offensichtliche Ähnlichkeit gut oder schlecht finden soll, ich denke, das werden die Folgebände zeigen.

Trotzdem, alles in allem hat mir „Die Brücke der Gezeiten: Ein Sturm zieht auf“ von David Hair sehr gut gefallen. Der Anfang ist etwas zäh, aber da es sich bei dieser Reihe um ein ziemlich ausladendes Fantasy-Epos handelt, war das kaum anders zu erwarten. Und was ich von den vielen Parallelen halten soll, weiß ich wie gesagt noch nicht, davon abgesehen ist dieser Roman allerdings wirklich fesselnd und ein vielversprechender Serienauftakt.

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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