Rezension zu Insel der Nyx: Die Prophezeiung der Götter von Daniela Ohms

Daniela Ohms - Insel der Nyx: Die Prophezeiung der GötterLovelyBooks - In dein Regal stellenDaniela Ohms – Insel der Nyx: Die Prophezeiung der Götter
 
Verlag: Planet Girl
Format: Gebunden
Seiten: 368
ISBN: 978-3522503433
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „Insel der Nyx“
 
 

Eine verwunschene Insel im Meer

Seit Eleni auf der Insel Kreta angekommen ist, verspürt sie eine merkwürdige innere Unruhe, die sie kaum noch schlafen lässt. Als eines Nachts ein tosender Sturm losbricht, erwachen in ihr ungeahnte Kräfte. Noch dazu taucht am nächsten Morgen am Horizont eine mysteriöse Insel auf, die nur Eleni und ihre Freundin Philine sehen können. Doch von ihr scheint eine große Gefahr auszugehen: Schattenwesen und unheimliche Wassernixen versuchen, die Mädchen in ihre Gewalt zu bringen und der Göttin der Nacht zu übergeben. Erfüllt sich damit die geheimnisvolle Prophezeiung der Nyx?

 
 
Meinung:
 
Das Buch hat mich vor allem erstmal durch das wunderschön illustrierte Cover begeistert. Als ich dann gelesen habe, dass es nicht nur auf Kreta spielt, sondern es auch noch um Mythologie geht, konnte ich gar nicht anders als das Buch unbedingt lesen zu wollen. Und Daniela Ohms hat es auch nach nur wenigen Seiten geschafft mich in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen.

Die Geschichte beginnt damit, dass der Leser Eleni und ihre Familie, bestehend aus ihrer älteren Schwester, ihrer Mutter und ihrer Großmutter (ja, die Männer in dieser Familie machen sich seit je her ein wenig rar), kennen lernt, die von Berlin nach Kreta ziehen. Zwar schiebt die Mutter ihre Arbeit als Archäologin als Grund für den Umzug vor, aber eigentlich wissen alle ganz genau, dass sie wegen Eleni und den seltsamen Vorkommnissen rund um das junge Mädchen umziehen müssen. Denn Eleni schlafwandelt und tut seltsame Dinge, während sie schläft.

Dass es mit Elenis Schlafwandlerei mehr auf sich hat, wird schnell klar, kaum dass die kleine Familie auf Kreta angekommen ist. Und irgendwie hängt das ganze wohl auch mit der Tempelruine, an der Elenis Mutter arbeitet zusammen. Dann lernt Eleni auch noch Philine kennen, eine junge Griechin in ihrem Altern, die genau wie Eleni von einem mystischen Geheimnis umgeben ist. Und gemeinsam machen sich die Mädchen daran das Geheimniss ihrer Herkunft auf zu decken.

„Insel der Nyx“ ist ein Kinderbuch, was sich einfach durch das Alter der Hauptperson Eleni zeigt und eben auch dadurch, dass sie mit den ganz alltäglichen Problemen eines Pre-Teen-Mädchens zu kämpfen hat. Der eine, große Vorteil, der dadurch zustande kommt: Die weit weniger ausschweifende Liebesgeschichte. Ja, es gibt eine, bzw. eigentlich drei (oder sogar fünf) Liebesgeschichten, denn jedes der drei Mädchen, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen, Eleni, ihre große Schwester und ihre neue Freundin Philine (und auch Mutter und Großmutter), verliebt sich im Laufe der Geschichte, aber das ganze bildet lediglich eine Hintergrundhandlung und drängt sich nicht so sehr ins Zentrum der Geschichte, wie es oft bei Jugendbüchern der Fall ist.

Im Vordergrund steht hier, ganz klar, die Mythologie. Und die spannenden Auswirkungen, die diese auf Eleni und Philine hat. Während das ganze anfangs unglaublich spannend ist und man als Leser nur so mitfiebert, während langsam aber sicher erste Geheimnisse aufgelöst werden, kommt irgendwann der Punkt, an dem sich Ohms anfängt in der immer ausschweifenderen Mythologie zu verrennen.

Zwar ist „Die Prophezeiung der Götter“ nur der erste Band einer Serie, aber dieses Wissen hat mir leider nicht darüber hinweg geholfen, dass ich zum Ende der Geschichte hin irgendwann einfach nicht mehr wusste, worum es eigentlich geht. Zwischen all der Dramatik, der immer weiter steigenden Charakterzahl und den Ausschweifungen in die Mythologie, geht der rote Faden einfach irgendwann verloren. Die Handlung hat zum Ende hin teilweise recht zusammenhanglos auf mich gewirkt, was schade ist, denn die ersten drei Viertel des Buchs und auch die Idee dahinter waren einfach toll.

Alles in allem ist Daniela Ohms Kinderbuch eine wirkliche schöne Geschichte, die sich leider zum Ende hin verliert, hier bleibt abzuwarten, wie der Folgeband wird. Auf jeden Fall macht es, trotz des wirren Endes, Spaß das Buch zu lesen und das Lesen macht richtig Lust darauf, den nächsten Urlaub auf Kreta zu verbringen 😉
 


 
 
Mit herzlichem Dank an den Thienemann Verlag, die so freundlich waren, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Thienemann
 
 
4 Sterne - Sehr gut

 
 
Die Autorin
 
Daniela Ohms wurde 1978 unter dem Geburtsnamen Daniela Oele in NRW geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie Verschiedenes, darunter Literaturwissenschaften, Psychologie und Geschichte. Ihr Studium blieb jedoch unvollendet, da sie sich zunehmend auf das Schreiben konzentrierte. Kurzgeschichten von ihr sind in Literaturzeitschriften veröffentlicht.
Seit ihrer Hochzeit 2008 trägt sie den Familiennamen Ohms. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie zwei Töchter und lebt in Berlin.
 
 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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1 Kommentare zu “Rezension zu Insel der Nyx: Die Prophezeiung der Götter von Daniela Ohms”

  1. danke für deine ausführlich rezi!
    ich hätte sehr große lust mal wieder einen urlaub auf kreat zu machen und würde schon allein deshalb gern edieses buch lesen. zudem interessiert mich die mythologie sehr und ich liebe geschichten mit nixen!
    mal schaun. ob mich dieses buch zum ende hin auch so verwirren wird…

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