Rezension zu Jake Djones und die Hüter der Zeit von Damian Dibben

Was für ein wundervolles Buch! Historisches und Zeitreisen sind sowieso ein Thema, das mich sehr reizt und wenn das Ganze so toll umgesetzt ist, wie in diesem Fall, dann hat das Buch schnell einen Platz unter meinen Favoriten sicher!

Mit seinem Schreibstil hat Dibben mich schon auf den ersten Seiten in seinen Bann gezogen. Die Geschichte liest sich angenehm leicht und flüssig und der Autor schafft es durch seine Art zu erzählen einen lockeren Humor in die Geschichte einzubinden, ohne dass die Tiefe der Geschichte darunter leidet.

Ähnlich erging es mir mit den Charakteren. Ich muss zwar gestehen, dass ich gerade Jake und Nathan anfangs teilweise (besonders in Gegenwart attraktiver Mädels) als sehr überzeichnet empfunden habe, das hat sich allerdings relativ bald gelegt und die Charaktere, allen voran natürlich die Jugendlichen, die im Mittelpunkt dieses Buchs stehen, haben mich mit ihren ganzen einzigartigen, persönlichen Geschichten gefangen genommen und ich konnte an ihrer Seite in die Geschichte eintauchen.

Und die hat es wirklich in sich. An Jakes Seite entdeckt der Leser die Welt der „Hüter der Zeit“, begibt sich auf eine Reise durch die Zeit, von London nach Venedig, von heute in die Vergangenheit. Dabei legt Dibben ein oderntliches Tempo vor, baut schnell große Spannung auf und verliert sich nicht, wie so viele Autoren, in langwierigen Schilderungen, vergisst aber auch nicht auf immer wieder bemerkenswerte und interessante Details einzugehen, gerade im historischen Kontext.

Dieser ist von Dibben sehr gut ausgearbeitet und stets so nah an den tatsächlichen historischen Ereignissen, wie es bei einem Fantasy-Buch eben sein kann. Damit weckt er spielerisch das Interesse seiner Leser an historischen Ereignissen, besonders, da die Geschichte kein großartiges Vorwissen voraussetzt, sondern sich Schritt für Schritt entfaltet und gerade die historischen Zusammenhänge dabei immer wieder im Dialog der Figuren erklärt werden, ohne dass das Buch einen belehrenden Charakter bekommt.

Alles in allem ist „Jake Djones und die Hüter der Zeit“ ein phantastischer Serienauftakt mit einer vielschichtigen Geschichte, die Lust auf mehr macht und auf grandiose Vorsetzungen hoffen lässt – die Voraussetzungen sind mit diesem tollen Buch auf jeden Fall gegeben!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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