Rezension zu Eine wundersame Weihnachtsreise von Corina Bomann

Tja… „Eine wundersame Weihnachtsreise“ von Corina Bomann ist eins dieser Bücher, bei denen ich nicht weiß, was ich so wirklich davon halten soll. Es ist definitiv nicht schlecht, ließ sich auch schnell und flüssig durchlesen, aber Weihnachtsstimmung wollte es bei mir nicht so recht hervorrufen und auch sonst hat mich die Geschichte einfach nicht so recht gepackt.

Mal wieder steht mit Anna ein Weihnachtsmuffel im Zentrum der Geschichte, der Weihnachten am liebsten fernab der Heimat verbringt. Auf Wunsch ihres kleinen Bruders jedoch macht sich die Studentin dieses Jahr auf den Weg von Leipzig nach Berlin – und startet damit die „wundersame Weihnachtsreise“, die ich ehrlich gesagt nicht unbedingt als wunderlich sondern schlicht als eine doch schon etwas absurde Aneinanderreihung von Pannen, Pech und Pleiten empfunden habe.

So verschläft Anna nicht nur eine stundenlange Zugfahrt und landet statt in Berlin in Binz, sondern wird dort natürlich auch prompt eingeschneit und muss sich so per Schneeflug zur Autobahn durchschlagen, wo es als Anhalterin weiter Richtung Berlin geht – eine Reise, auf der ihr so einige kuriose Gestalten begegnen und vor allem immer und immer wieder ihr (und mein) Weihnachtshasslied Nr. 1 „Last Christmas“.

Leider hat diese abenteuerliche Reise mich nicht wirklich in Weihnachtsstimmung versetzen können. Mir blieben die Figuren zu flach und und schemenhaft und ein wenig fehlte mir auch der Ausgleich zu Annas grüblerischer, leicht düsterer Stimmung. Es gibt eine ganze Reihe von Geschichten in der Geschichte, in denen die Personen, die Anna trifft, davon erzählen, was Weihnachten für sie bedeutet, doch trotz dieser eigentlich sehr schönen Einschübe war mir die Geschichte irgendwie zu trocken und Anna wurde mir nicht sympathisch genug, um mich wirklich in die Geschichte hineinversetzen zu können.

Alles in allem war Corina Bomanns „Eine wundersame Weihnachtsreise“ daher leider nicht mein Fall, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass es viele Leser begeistern wird. Für mich fehlte das wirklich wundersame und Weihnachtsstimmung konnte leider auch nur das wunderschöne Cover hervorrufen.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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