Rezension zu Aprikosenküsse von Claudia Winter

Okay, ich gebe zu, ich habe mich dazu verleiten lassen Claudia Winters „Aprikosenküsse“ zu lesen, weil die Protagonistin Hanna heißt – und auch wenn da ein h fehlt, gibt das erstmal sofortige Sympathiepunkte 😀 Dass das Buch dann auch noch wirklich überzeugend war, war natürlich eine positive Überraschung 😉 Denn „Aprikosenküsse“ ist einer dieser locker-leichten Feel-Good-Romane, in die man sich fallen lassen kann, die keine besonders hohen Ansprüche erheben, dafür aber einfach unterhalten und Spaß und gute Laune machen.

Punkten kann die Autorin ja schon mit dem Setting ihres Romans, der in Italien spielt, genauer gesagt in der Toskana, einer Gegend, in der ich viele Sommer meiner Kindheit verbracht habe – herrlich! Man fühlt sich direkt in diese Region versetzt und kann die lauen Sommerabende quasi spüren. Und dann heißt es hallo Gefühlschaos, hallo italienische Nonna, die sogar noch aus dem Grab eine tragende Rolle in dieser Geschichte spielt und überhaupt: Hallo, dolce vita!

Im Zentrum der Handlung steht neben der schon erwähnten Halbitalienerin und Berliner Restaurantkritikerin Hanna auch der Italiener Fabrizio, dessen Nonna die Geschichte erst ins Rollen bringt: Denn beim Lesen einer Restaurantkritik von Hanna erleidet sie einen tödlichen Herzinfarkt und ihr Enkel verklagt darauf das Magazin, für das Hanna arbeitet. Um Schadensbegrenzung bemüht und durch einen ersten Anflug von Chaos in den Besitz der Urne von Nonna Guiseppa gelangt, macht sich Hanna auf den Weg in die Toskana – und da geht das Chaos dann erst richtig los, denn Nonnas Testament hat es in.

Claudia Winter hat mit „Aprikosenküsse“ einen herrlichen Sommerroman geschrieben, der einen direkt in Urlaubsstimmung versetzt – er ist gefühlvoll und romantisch, ohne dabei allzu kitschig zu werden und kommt mit ordentlich Humor daher, nicht zuletzt dank der Nonna und einigen skurrilen Nebenfiguren. Von mir gibt es daher eine eindeutige Empfehlung für diesen Roman für alle, die auf der Suche nach locker-leichter Lektüre mit einer guten Prise italienischem dolce vita sind!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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