Rezension zu Das Erbe der Krieger von Cinda Williams Chima

Cinda Williams Chimas „Das Erbe der Krieger“ ist ein wirklich gelungener YA-Fantasy-Roman, der ein wenig mit der Mischung von Urban- und High-Fantasy spielt, sodass hier einerseits die stinknormale Alltagswelt und andererseits die fantastische, mittelalterlich angehauchte Welt der Weirlind aufeinander treffen.

Im Zentrum der Geschichte steht der 16-jährige Jack, eigentlich ein ganz normaler Teenager, zumindest bis er vergisst seine Tabletten zu nehmen und plötzlich ungeahnte Kräfte in ihm erwachen – denn Jack ist ein Weirlind, einer der letzten Krieger um genau zu sein, und steht so plötzlich zwischen den beiden mächtigen Häusern der Weißen und Roten Rose.

Jack selbst ist ein relativ schlichter Charakter, nicht unsympathisch, aber auch nichts besonderes, relativ glatt und für meinen Geschmack akzeptiert er einfach viel zu schnell seine neuen Fähigkeiten mit all dem fantastischen Drumherum – hier wäre eine etwas konfliktreichere, holprigere Entwicklung in meinen Augen einfach glaubhafter gewesen.

Die anderen Charaktere waren ähnlich durchwachsen. So gab es den einen oder anderen, der mir wirklich sehr sympathisch war, den ich auch deutlich cooler fand als Jack selbst, andere waren hingegen ziemlich nichtssagend und blieben die ganze Geschichte über relativ blass und gerade bei den Nebenfiguren hatte ich bis zum Ende hin immer wieder Probleme sie richtig zu zu ordnen.

Die Idee hinter den Weirlind, die historischen Bezüge zu den Rosenkriegen, die actiongeladenen Szenen und Chimas Schreibstil haben die Geschichte aber trotzdem zu einem großen Lesevergnügen für mich gemacht. Manche Handlungsentwicklungen waren allerdings auch recht vorhersehbar, sodass ich „Das Erbe der Krieger“ zwar genossen habe, es aber kein absolutes Highlight war. Neugierig auf die nächsten Bände bin ich trotzdem 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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