Rezension zu Lilith: Die uralte Metropole von Christoph Marzi

Christoph Marzi - Lilith: Die uralte MetropoleAdd on GoodReadsChristoph Marzi – Lilith: Die uralte Metropole
 
Verlag: Heyne
Format: Taschenbuch
Seiten: 688
ISBN: 978-3453529113
 
 

[mygenres] Band 2 der Serie „Die uralte Metropole“
 
 
 

Mit „Lycidas“ gelang Christoph Marzi der Überraschungserfolg des letzten Jahres: Zahllose Leserinnen und Leser ließen sich von den Abenteuern der kleinen Emily Laing, ihres Elfenfreundes Maurice Micklewhite und des mürrischen Alchemisten Wittgenstein in der Uralten Metropole unterhalb Londons verzaubern.

In „Lilith“ findet diese fantastische Geschichte ihre Fortsetzung – und einmal mehr verwebt Christoph Marzi die viktorianische Atmosphäre eines Charles Dickens mit dem Zauber von Harry Potter.

Grausige Dinge geschehen in London. Vier Jahre nach den Ereignissen, die Emily Laing und Aurora Fitzrovia die uralte Metropole haben entdecken lassen, bewahrheiten sich die Worte des Lichtlords: Alles wird irgendwann wieder leben. Erneut steigen die Waisenmädchen – in Begleitung des mürrischen Alchemisten Wittgenstein und des Elfen Maurice Micklewhite – in die Welt unterhalb Londons hinab, die besiedelt ist von Wiedergängern, ägyptischen Gottheiten, gefallenen Engeln, goldenen Vögeln und sprechenden Ratten. Tief hinab in den Schlund der Hölle führt sie der Weg, wo inmitten des Wüstensands die Asche einer Frau gefunden werden muss, die man einst Lilith nannte …

 
 
Meinung:
 
Einfach toll! Nachdem mich bereits der erste Band dieser Serie, Lycidas, voll auf begeistert hat, stand der zweite Band Lilith dem in nichts nach, eine wirklich würdige Fortsetzung!

Vier Jahre sind seit den Geschehen in Lycidas vergangen und das ist auch schon der erste Punkt, der mich an diesem Buch wirklich begeistert hat. Denn während ich schon oft festgestellt habe, dass Autoren es nicht schaffen, ihre Figuren glaubwürdig altern zu lassen, wenn zwischen einzelnen Bänden mehrere Jahre vergehen, ist es Marzi hier wirklich hervorragend gelungen.

Und auch sonst hat mich die Geschichte rund herum völlig überzeugt. Denn erneut ist es dem Autor hier gelungen eine komplexe, vielschichtige Geschichte zu erschaffen, in der faszinierende Charaktere und eine magische Welt real werden. Dabei geht es diesesmal aus London heraus nach Paris und Ägypten, zwei Settings, die ich ebenso faszinierend finde wie London und die eben so grandios umgesetzt wurden.

Die Atmosphäre ist sehr dicht gewoben, dem Autor gelingt es die verschiedensten Gefühle im Leser zu erwecken und mit seinem, teils sehr altmodisch wirkendem, im Stil des 19. Jahrhunderts gehaltenen, Schriftstil die gesamte Handlung lebendig werden zu lassen. Besonders gefallen hat mir dabei vor allem der unterschwellige, trockene Humor, den der Autor stets in seine Erzählungen einfließen lässt.

Alles in allem ist dieses Buch eine mehr als nur würdige Fortsetzung und der zweite Teil eines Meisterwerks der deutschen Fantasy.
 
 


 
 
Absolutes Highlight

 
 
Der Autor
 
Christoph Marzi, Jahrgang 1970, wuchs in Obermendig nahe der Eifel auf, studierte in Mainz und lebt heute mit seiner Familie im Saarland. Seit dem großen Erfolg seiner Saga um die Uralte Metropole (Lycidas, Lilith, Lumen und Somnia) ist er einer der erfolgreichsten deutschen Phantasik-Autoren.
 
 

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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