Rezension zu Mondherz von Christiane Spies

Hin und wieder finde ich Romane mit historischem Anklang ja wirklich gut. Und wenn sie dann auch noch Fantasy-Romane sind, umso besser 😀 So habe ich mich auch wahnsinnig auf „Mondherz“ von Christiane Spies gefreut – und wurde nicht enttäuscht.

Denn die Autorin erzählt hier eine tolle Geschichte erschaffen, in der sie den Leser an der Seite einer wirklich sympathischen Protagonistin ins Ungarn des fünfzehnten Jahrhunderts entführt – spannend, phantastisch und sogar mit einer Prise Romantik, oder anders ausgedrückt, dieser Roman hat so ziemlich alles zu bieten, was ein guter Roman braucht.

Das fängt schon mit dem Stil der Autorin an, den ich als sehr angenehm empfunden habe und der dafür gesorgt hat, dass sich das Buch wirklich gut lesen lies. Der Autorin ist es damit auch gelungen eine wirklich tolle Atmosphäre zu kreieren, die einen als Leser quasi direkt ins Mittelalter katapultiert.

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären, dieser Roman ist sehr viel mehr historischer Roman als Fantasy-Roman. Denn die historischen Hintergründe sind zentrales Element der Geschichte und die Autorin lässt der Geschichte Ungarns eine große Bedeutung zukommen, sodass man als Leser auch einiges darüber lernt, allerdings ist die Geschichte trotzdem nicht belehrend.

Und natürlich hat sie auch ihre phantastischen Elemente, allen voran natürlich die Werwölfe, die sich wirklich ganz hervorragend in das sonst so reale Setting des Romans einfügen. Überhaupt ist es der Autorin großartig gelungen ihre eigenen Elemente in die historischen Umgebungen einzuweben, sodass sie sich fast natürlich zwischen all dem realen Stoff, an dem die Autorin sich orientiert hat, fügen.

Dazu kommen noch Figuren, die es mir schon nach wenigen Seiten angetan hatten. Gerade Protagonistin Veronika ist einfach durch ihre Natürlichkeit sympathisch. Sie ist keine große Heldin und auch keine Anti-Heldin sondern eine Figur, mit der man sich als Leser wirklich gut identifizieren kann. Neben ihr gibt es noch weitere Figuren, aus deren Sicht diese Geschichte erzählt wird und die man dadurch im Verlauf des Roman alle sehr gut kennen lernt.

Alles in allem hat mir „Mondherz“ von Christiane Spies wirklich, wirklich gut gefallen. Hier und da gibt es sicherlich noch Steigerungsmöglichkeiten, aber den zweiten Band, „Zwillingsmond“, habe ich ja zum Glück schon hier liegen 😉 Von daher: Eine dicke, fette Empfehlung an alle Fans historischer Fantasy bzw. historischer Romane mit phantastischen Elementen!

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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