Rezension zu Das Eherne Buch von Christian von Aster

Irgendwie… Eigentlich mag ich Fantasy ja wirklich gerne. Aber mit High Fantasy habe ich in letzter Zeit so meine Probleme, irgendwie fällt es mir immer schwere, mich wirklich in diese fantastischen Welten hinzuversetzen. So ging es mir auch mit Christian von Asters „Das Eherne Buch“, das mich mit seiner Grundidee zwar schon auf den allerersten Blick in seinen Bann gezogen hatte, im Endeffekt dann aber leider doch nicht überzeugen konnte.

Dabei fing alles so vielversprechend an, denn in einer vom Krieg zerrissenen Welt ist ein junger Bibliothekar mit einem Schwert aus Mythen und Legenden die letzte Hoffnung der Menschen auf den Frieden. Allerdings konnte mich die Umsetzung dieses Motivs aus mehreren Gründen nicht wirklich überzeugen: Da war zum einen der stark moralisierende Aspekt und zum anderen der teils stark gezwungen wirkenden Handlung.

So wirkte der Roman auf mich schnell so, als würde der Autor versuchen wollen, einem mit dem Buch Konzepte á la „Das Wort ist mächtiger als das Schwert“ einzuprügeln – wobei ein aus Worten, Geschichten und Legenden geschmiedetes Schwert als ultimative Waffe da natürlich nur ein ganz dezenter Wink mit dem Zaunpfahl ist. Dazu kommt eben, dass die Handlung insgesamt oftmals recht erzwungen wird, besonders wenn es um die Vorhersehbarkeit geht, denn der Autor scheint durch Umleitungen in der Heldenreise des Protagonisten unbedingt verhindern zu wollen, dass man das Ende auch nur erahnen kann.

Alles in allem ist „Das Eherne Buch“ von Christian von Aster ein High-Fantasy-Roman mit einer tollen Idee, deren Umsetzung mir persönlich aber nicht wirklich gefallen hat, weil sie mir in weiten Teilen sehr erzwungen vorkam. Da sowohl die Idee an sich wie auch die Charaktere allerdings wirklich nicht schlecht sind, bin ich mir sicher, dass dieses Buch seine Fans finden wird und kann auch nur allen neugierigen empfehlen, ihm eine Chance zu geben. Nur mein Ding war dieser Roman halt leider einfach nicht…

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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