Rezension zu House of Secrets: Der Fluch des Denver Kristoff von Chris Columbus & Jed Vizzini

Chris Columbus & Jed Vizzini - House of Secrets: Der Fluch des Denver KristoffLovelyBooks - In dein Regal stellenChris Columbus & Jed Vizzini – House of Secrets: Der Fluch des Denver Kristoff
 
Originaltitel: House of Secrets
Verlag: Arena
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400
ISBN: 978-3401068510
 
 

[mygenres] Band 1 der Serie „House of Secrets“
 

Als die Geschwister Eleanor, Brendan und Cordelia Walker erkennen, in was für ein großartiges und zugleich gruseliges Haus sie gezogen sind, ist es bereits zu spät: Die alte Nachbarin hat sie in einen fiesen Plan verwickelt. Ihre Eltern sind spurlos verschwunden, stattdessen streunen blutrünstige Krieger durch dschungelartige Wälder und übermenschliche Piraten bevölkern die Meere. Was haben die fantastischen Romane des ehemaligen Hausbesitzers und Autors Denver Kristoff damit zu tun und warum hat er die Familie Walker in sein dunkles Spiel verstrickt? Schnell merken die drei, dass nicht nur sie, sondern die ganze Welt in großer Gefahr schwebt.
house-of-secrets.de

Das Buchereignis des Jahres aus der Feder von Multitalent Chris Columbus (Regisseur von „Harry Potter“ und „Percy Jackson“, Drehbuchautor von „Gremlins. Kleine Monster“) und Kultautor Ned Vizzini („Eine echt verrückte Story“)!

 
 
Meinung:
 
Ein Jugendroman von Erfolgsregisseur Chris Columbus… Ich muss ehrlich sagen, dass ich doch eher zwiegespalten war, was diesen Roman angeht. Und leider, leider haben sich meine Befürchtungen dann auch bestätigt: „House of Secrets“ basiert auf einer tollen Idee, aber leider hat das Buch für mich einfach nicht so ganz funktioniert.

Im Grunde genommen hat „Der Fluch des Denver Kristoff“ alles, was ein gutes Fantasy-Abenteuer-Kinderbuch braucht. Drei junge Helden und jede Menge abenteuerlicher Gestalten. Nur ist die Umsetzung meiner Meinung nach eben unglücklicherweise nicht so gut gelungen wie es möglich gewesen wäre.

Von der Aufmachung und Strukturierung her ist das Buch definitiv an jüngere Leser von ca. 10 Jahren gerichtet, die Kapitel sind relativ kurz, die Sätze klar strukturiert und auch die Sprache ist leicht verständlich, allerdings steht der Inhalt meiner Ansicht nach ab einem gewissem Punkt im deutlichen Gegensatz dazu.

Denn die Geschichte, die sich hinter „House of Secrets: Der Fluch des Denver Kristoff“ versteckt, ist zwar eine wundervolle, fantastische Abenteuergeschichte, aber leider auch eine ziemlich brutale. Besonders gestört hat mich dabei die Art, auf die die drei Geschwister mit den Katastrophen umgehen, mit denen sie konfrontiert werden. Nämlich weitestgehend gar nicht. Es ist als wäre alles, was geschieht, egal, weil es ja eh nur ein einziges großes Abenteuer und nicht real ist und das hat mich doch ziemlich gestört, hier hätte ich mir mehr Reflexion und realistischere Reaktionen gewünscht.

Außerdem merkt man dem Buch an, dass die Autoren viel Kinoerfahrung haben und das ist nicht unbedingt positiv gemeint. Denn auch wenn das Buch dadurch voller Action und Spannung steckt, liest es sich eher wie ein Filmskript denn ein Roman. Als Film würde sich das Buch bestimmt toll machen, aber beim Lesen hat man stellenweise das Gefühl, dass die Logik nicht immer ganz so konstant ist, wie sie sein sollte. Schade.

Auch die Walker-Geschwister fand ich an sich sehr gut, sie sind drei ganz unterschiedliche Kids, Cordelia, die Älteste, ein Bücherwurm und sehr intelligent, Brendan, der Mittlere, Sportskanone und Möchtegernheld, und Eleanor, das Nesthäkchen, verunsichert durch ihre Lese- und Rechtschreibschwäche. Alles in allem also ein ziemlich typisches Geschwister-Trio (und ja, mich hat diese ganze Geschichte nicht nur einmal irgendwie an Narnia erinnert), aber durchaus sympathisch. Nur der oben bereits erwähnte irgendwie unpassende und unrealistische Umgang mit manchen Situationen hat mich hier etwas gestört.

Alles in allem fand ich dieses Buch von der Idee her wirklich gut und interessant und es hatte sicherlich auch seine spannenden Momente, aber ich fand es leider in Sachen Umsetzung nicht so gelungen, wie ich mir das gewünscht hätte. Das Buch wirkt zu sehr wie die Grundidee für einen Film und ist vor allem zwar offensichtlich für Kinder konzipiert, aber inhaltlich nicht wirklich für junge Leser geeignet. Wirklich schade, das Buch hat definitiv Potenzial.
 
 


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Mit herzlichem Dank an den Arena Verlag, der so freundlich war, mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen
Arena
 
 
3 Sterne - Okay
 
 

 
 
Die Autoren
 
Chris Columbus hat als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in Hollywood Filmgeschichte geschrieben. Seine Werke zählen zu den erfolgreichsten Kino-Hits der letzten Jahre. Als Drehbuchschreiber hat er sich unter anderem mit „Gremlins – Kleine Monster“ einen Namen gemacht, als Regisseur hat er „Mrs. Doubtfire“, die ersten beiden Harry-Potter-Filme sowie „Percy Jackson – Diebe im Olymp“ zum Erfolg geführt und schließlich als Produzent an einer weiteren Harry-Potter-Verfilmung mitgewirkt sowie beispielsweise die Kino-Hits „Nachts im Museum 1+2“ ermöglicht. Er lebt mit seiner Familie in Kalifornien.

Ned Vizzini ist vielgepriesener Jugendbuchautor. Sein Roman „Eine echt verrückte Story“ wurde bereits verfilmt. Er hat sowohl für die „New York Times” als auch für Fernsehsender wie MTV und ABC geschrieben. Seine Arbeit wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Mehr zum Autor auf www.nedvizzini.com.
 
 

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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