Rezension zu Chroniken der Unterwelt: City of Bones von Cassandra Clare

Jetzt habe ich seit Tagen diese schicke Filmausgabe von „Chroniken der Unterwelt: City of Bones“ hier rumliegen, zusammen mit einem ganzen Haufen anderem Schnickschnack zum Film (freundlicherweise von Arena zur Verfügung gestellt, leider aber nicht für mich, sondern für euch, mehr dazu am Wochenende ;)) , und da dachte ich mir, ich könnte doch endlich einmal eine Rezi zu diesem Buch schreiben. Nein, ich habe nicht das Gewinnbuch gelesen, keine Sorge, da sind keine Knicke im Buchrücken, ich kannte die Geschichte schließlich schon längst und habe auch alle Bände von Cassandra Clares Serie zuhause rumstehen. Ich wurde lediglich durch diese besonders schicke Ausgabe „inspiriert“ 😀

Aber zur Rezi: Ich habe „City of Bones“ zum ersten Mal vor ca. 6 1/2 Jahren gelesen, direkt nachdem es erschienen ist und bevor alle Leute angefangen haben, so einen Hype darum zu machen. Und im Nachhinein bin ich da wirklich froh drüber. Denn wird einmal ein Hype um irgendein Buch veranstaltet, tendiere ich meist dazu, das Buch schon aus Prinzip abzulehnen und egal wie sehr ich mich dann über mich selbst ärger, aber es meist so gut wie unmöglich für mich das Buch dann tatsächlich zu genießen. Und das wäre bei so einer faszinierenden Geschichte wie der, die hinter „City of Bones“ steckt, eine echte Schande gewesen.

Die Welt, die Clare hier geschafft hat, strotzt nur so vor fantastischen Wesen. Elfen, Vampire, Werwölfe, Hexenmeister, und so weiter, und so fort, all das kreucht und fleucht durch unsere Welt, direkt vor unseren Augen – nur sehen können wir es nicht. Die 16-jährige Clary jedoch fängt eines Tages an, Blicke auf diese geheime Welt zu erhaschen – und prompt steckt sie mitten im Abenteuer.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen dabei natürlich Clary, ihr bester Freund Simon und die drei jungen Nephilim Jace, Alec und Isabelle. Dabei muss ich allerdings sagen, dass ich mit Clary und ihrer Beziehung zu Jace, bzw. auch mit Jace selbst, nie wirklich viel anfangen konnte. Die Beiden und alles zwischen ihnen war mir schon zu Beginn der Geschichte zu seicht und klischeehaft. Die restlichen Charaktere, sowohl die anderen drei Jugendlichen als auch die weiteren Figuren, darunter natürlich vor allem auch der Hexenmeister Magnus Bane, hingegen haben mich von Anfang an fasziniert.

Während der Haupthandlungstrang meiner Meinung nach also eher mittelmäßig ist, hatte ich an dem gesamten Drumherum sehr großen Spaß. Die Charaktere selbst sind facettenreich und dreidimensional, ihre Gefühle und Handlungen sind glücklicherweise nur wenig klischeehaft (sieht man halt von Clary und Jace einmal ab) und durch und durch menschlich. Sie machen Fehler, sind stur und eigensinnig, haben jeder so ihre Geheimnisse, aber wenn es hart auf hart kommt, halten sie doch alle zusammen.

Und auch Cassandra Clares Schreibstil hat mir gut gefallen, er liest sich leicht und flüssig und lässt diese faszinierende Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, mit wenigen Worten lebendig werden. Spannend, fesselnd und faszienierend hat mich die Geschichte damit von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen.

Alles in allem ist „City of Bones“ ein wirklich tolles Buch und der Auftakt zu einer großartigen Serie. Wer die Geschichte bislang noch nicht kennt aber ein Fan vielseitiger Urban Fantasy ist, der sollte sich definitiv an diesem Buch versuchen – und wer vorhat den Film zu sehen, der sollte sowieso vorher das Buch gelesen haben 😉

Veröffentlicht von Rike

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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