Rezension zu Wir werden niemals darüber reden von Carolin Schairer

Jan und Isabell verlieren im Alter von 18 bzw. 13 Jahren ihre Mutter durch Selbstmord und werden während der folgenden Sommerferien bei den Großeltern mütterlicherseits auf einem alten Bauernhof untergebracht. Dort lernen sie das Geschwisterpaar Vicky und Vanessa kennen. Während Jan sich in Vanessa verliebt, findet Isabell in Vicky eine gute Freundin. Dann geschehen schreckliche Dinge, die dazu führen, dass der Aufenthalt der Beiden abrupt endet. Zwanzig Jahre später, Jan ist inzwischen ein gut situierter Arzt mit Familie, Isabell dagegen eine sehr ängstliche introvertierte Person ohne Kontakte. Da stirbt die Großmutter und sie sind gezwungen sich mit den Geschehnissen von vor 20 Jahren auseinander zu setzen, die Beide auf ihre eigene Art verdrängt hatten.

Die Handlung springt hin und her zwischen den Jahren 1990 und 2011 und wird aus immer wieder wechselnder Sicht der einzelnen Protagonisten erzählt. Dadurch bekommen diese ein Gesicht und Charakter, was die Geschichte sehr lebendig macht. Ohne dass die Polizei eine große Rolle spielt, wird hier ein Kriminalfall aufgeschlüsselt, dessen Lösung alleine in den unterschiedlichen Erinnerungen seiner Darsteller zu finden ist. Immer wieder hat man als Leser das Gefühl, der Lösung ein Stück näher gekommen zu sein, da bekommt man wieder eine andere Sicht auf die Vorgänge. Das bedeutet, einmal angefangen, lagt man dieses Buch bis zum Schluss nicht mehr zur Seite.

Veröffentlicht von ChristineBorg

ChristineBorg aka Frau Borg brachte als Krimi-Rezensentin etwas Abwechslung in die Buchauswahl auf "Anima Libri - Buchseele". Ihre Spezialität: Regionalkrimis deutschsprachiger Autorinnen. Frau Borg ist nicht länger als Rezensentin für diesen Blog tätig.

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2 Kommentare zu “Rezension zu Wir werden niemals darüber reden von Carolin Schairer”

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