Rezension zu Feuer & Glas: Die Verschwörung von Brigitte Riebe

Ich muss ehrlich sagen, mit diesem zweiten Band konnte ich deutlich weniger anfangen als mit dem Auftakt der Serie, „Feuer & Glas: Der Pakt“. Dabei hatte mir dieser eigentlich gut gefallen und auch der Szeneriewechsel von Venedig nach Konstantinopel im zweiten Band hat mir sehr gut gefallen, denn auch diese Stadt hat einen ganz eigenen Zauber und ist damit eigentlich die perfekte Kulisse für diesen Roman.

Trotzdem hatte ich große Probleme überhaupt auch nur in die Geschichte hineinzufinden. Das mag zum einen daran liegen, dass es doch schon eine ganze Weile her ist, dass ich den ersten Band gelesen habe, zwei Jahre um genau zu sein. Allerdings hatte ich nicht nur Probleme mich an Figurenkonstellation und Handlung zu erinnern, ich fand Schreib- und Erzählstil der Autorin auch einfach nicht mehr wirklich ansprechend – bzw. ich hatte damit noch größere Probleme als im ersten Teil schon.

Denn auch wenn Riebe es als Historikerin und bewanderte Historienautorin eigentlich verstehen sollte eine authentische Darstellung der Zeit, die sie in ihren Büchern beschreibt, zu erschaffen, gelingt ihr das in meinen Augen nur mäßig gut, da die Figuren einfach zu modern wirken – das mag auch dem Genre und dem Versuch sie dem jungen Publikum näher zu bringen geschuldet sein, mir wurden Milla und Co. dadurch jedoch nur irgendwie unsympathisch und wirkten nicht authentisch.

Trotzdem gibt es immer auch Momente, in denen eine so fesselnde Atmosphäre entsteht, die einen in den Bann des Konstantinopels des 16. Jahrhunderts zieht, dass mich diese Augenblicke schon fast für die nervig modernen Charaktere entschädigen konnte – aber eben nur fast.

So ist „Feuer & Glas: Die Verschwörung“ von Brigitte Riebe leider nicht so ganz mein Fall gewesen, Milla und Co. entsprachen mir zu sehr dem typischen Bild launischer, eigensinniger Teenager und auch Riebes Stil hat mir nicht immer gefallen. Trotzdem, wer den ersten Band mochte, der sollte dieser Fortsetzung ruhig eine Chance geben.

Veröffentlicht von Rike (Filia Libri)

20something | bibliomanisches Bücherfresserchen, Leseratte, Bibliophile | begeisterte Fantasy-Leserin, die auch gerne mal queerbeet liest | Studentin der Anglistik, Amerikanistik und Germanistik | bekloppter Sprachnerd, der zusätzlich noch Spanisch, Niederländisch und Russisch lernt | Serienjunkie, Geek (und manchmal Fan) Girl | Whovian | Chaotin | BookCrosserin | Bloggerin seit ca. 2005 und seit 2010 konstant auf Anima Libri - Buchseele

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